Der deutsche Infrastrukturbetreiber DB InfraGO hat die Sanierung der rund 65 Kilometer langen Strecke termingerecht abgeschlossen, sodass der Zugverkehr am Freitag, dem 10. Juli, um 21:00 Uhr wieder aufgenommen wurde.
Seit Beginn der Sperrung am 6. Februar 2026 hatten mehr als 550 Mitarbeiter an dieser Strecke gearbeitet. Das Projekt umfasste 81 Kilometer Gleis, 51 Weichen und mehr als 21 Kilometer Oberleitungsausrüstung, die entweder erneuert oder umfassend instand gesetzt wurden.
Die Strecke ist eine wichtige Achse für den regionalen und Fernverkehr sowie für den Schienengüterverkehr zwischen Hagen, Wuppertal und Köln. Während der Sperrung wurden Güter- und Fernzüge über Umleitungsstrecken geführt.
DB InfraGO teilte mit, dass die aktuelle Kostenprognose um einen Betrag im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich unter den ursprünglichen Planungen liege. Die endgültigen Kosten werden bestätigt, sobald alle Rechnungen und Forderungen der Auftragnehmer bearbeitet worden sind.
„Das Projektteam hat dafür gesorgt, dass die Züge wieder auf einer moderneren und robusteren Infrastruktur verkehren können“, sagte Philipp Nagl, Geschäftsführer von DB InfraGO. Er räumte ein, dass die Umleitungen und Ersatzverkehrslösungen die Fahrgäste und Frachtunternehmen erheblich belastet hätten.
Zu den Arbeiten gehörten außerdem der Bau von 3,6 Kilometern Lärmschutzwänden sowie Fortschritte bei der Modernisierung von 12 Bahnhöfen. Sechs davon sind inzwischen fast fertiggestellt, während die Arbeiten an den Bahnhöfen, die auch von der parallel verlaufenden S-Bahn-Linie angefahren werden, bis Ende 2027 andauern werden.
Während der Sperrung wurden vier Eisenbahnbrücken saniert. DB InfraGO strebt an, größere bauliche Sperrungen auf der Fernverkehrsstrecke für mindestens fünf Jahre zu vermeiden, wobei kürzere Wartungsarbeiten weiterhin stattfinden werden, hauptsächlich nachts.
Während der Bauarbeiten wurden bis zu 200 Ersatzbusse für die Fahrgäste im Regionalverkehr eingesetzt, die von Februar bis zur Wiedereröffnung rund 6,1 Millionen Kilometer zurücklegten.
DB InfraGO erklärte, dass es in der Anfangsphase des Betriebs noch zu vereinzelten technischen Problemen kommen könne. Entlang der Strecke werden Fachteams bereitstehen, um etwaige Störungen, die in den ersten Wochen auftreten, zu beheben.