In drei von Ericsson, Nokia und Kontron betriebenen Labors laufen derzeit Integrationsarbeiten, bei denen Geräte verschiedener Hersteller auf Kompatibilität und die Einhaltung der neuesten FRMCS-Spezifikationen geprüft werden.
Das Programm umfasst Bordfunkgeräte, Leitstellensysteme, 5G-Netze und missionskritische Kommunikation. Die Ingenieure werden Sprachdienste, Notrufe im Eisenbahnverkehr sowie den Datenaustausch für ETCS, den automatisierten Zugbetrieb sowie Zugsteuerungs- und -überwachungssysteme testen.
Die Labore werden zudem die Interoperabilität zwischen den Anbietern sowie das Zusammenspiel des FRMCS mit dem bestehenden GSM-R-System untersuchen. Damit soll eine schrittweise Umstellung ohne Unterbrechung des Bahnbetriebs unterstützt werden.
Das Konsortium hat eine gemeinsame Sammlung von Systemtestfällen auf der Grundlage von FRMCS Version 2.2 veröffentlicht. Diese umfassen sowohl fahrzeugseitige als auch streckenseitige Ausrüstung sowie die Schnittstellen zwischen den einzelnen Teilen des Systems.
Parallel dazu schreiten die Vorbereitungen für die Betriebsversuche voran. Die Infrastrukturbetreiber ADIF, DB InfraGO, ProRail und Trafikverket installieren derzeit Masten, Bordausrüstung und 5G-Mission-Critical-Technologie auf ausgewählten Bahnstrecken. Die Feldtests, darunter auch grenzüberschreitende Szenarien, sollen voraussichtlich im Jahr 2027 beginnen.