VPI warnt vor Kürzungen im deutschen Schienengüterverkehr

VPI warnt vor Kürzungen im deutschen Schienengüterverkehr
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Der deutsche Haushaltsentwurf für 2027 sieht eine Kürzung der Gleisnutzungsbeihilfen um 65 Millionen Euro sowie eine Reduzierung der Fördermittel für den Einzelwagenverkehr vor, was Kritik seitens des Güterwagenverbands VPI hervorgerufen hat.

Der Verband der Güterwagenhalter in Deutschland (VPI) erklärt, die vorgeschlagenen Kürzungen würden die Wettbewerbsfähigkeit des Schienengüterverkehrs weiter schwächen – und das zu einer Zeit, in der die Betreiber ohnehin schon mit hohen Infrastruktur- und Betriebskosten zu kämpfen haben.

VPI vertritt die Auffassung, dass die Unterstützung für den Gleisnutzungszugang so lange beibehalten werden sollte, bis Deutschland eine umfassendere Reform der Gleisnutzungsentgelte abgeschlossen hat.

„Solange keine Reform der Trassenentgelte umgesetzt wurde, dürfen die bestehenden Fördermittel nicht gekürzt werden“, sagte Malte Lawrenz, Vorsitzender des VPI. „Andernfalls werden die Kosten im Schienengüterverkehr genau zum falschen Zeitpunkt weiter steigen.“

Der Entwurf des Bundeshaushalts sieht eine Kürzung der Fördermittel für Trassenentgelte um 65 Millionen Euro vor. Nach Angaben des VPI steht diese Maßnahme im Widerspruch zu den verkehrs- und klimapolitischen Zielen der Bundesregierung.

Der Verband kritisierte zudem die geplante Kürzung der Fördermittel für den Einzelwagenverkehr, der Industriegebiete an das Schienennetz anbindet, wo ganze Zugzüge wirtschaftlich nicht rentabel sind.

„Für viele Industrieunternehmen ist der Einzelwagenladungsverkehr die einzige Möglichkeit, Güter auf der Schiene zu transportieren“, sagte Lawrenz. „Eine Kürzung der Fördermittel in diesem Bereich würde sowohl den Schienengüterverkehr als auch die industrielle Basis Deutschlands schwächen.“

Der VPI hat die Bundesregierung und den Bundestag aufgefordert, die vorgeschlagenen Kürzungen im Rahmen des parlamentarischen Haushaltsverfahrens zu überarbeiten.


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