Network Rail, LNER, CrossTech und Hitachi Rail arbeiten gemeinsam an der Erprobung der neuesten digitalen Anlagenüberwachung. Dabei werden die natürliche Umgebung und die Gleise, einschließlich Vegetation und Böschungen, überwacht.
Die Echtzeit-Überwachung von Gebieten verbessert auch die Sicherheit, indem sie dazu beiträgt, potenzielle Gefahren wie überhängende oder invasive Baumarten, Laub auf den Gleisen oder Böschungssenkungen zu erkennen, die Schäden oder Verspätungen verursachen könnten. Network Rail schätzte zuvor, dass vegetationsbedingte Zwischenfälle allein in der südlichen Region bis zu 3 Millionen Pfund pro Jahr kosten.
Die neue nach vorne gerichtete Videoüberwachung (FFCV) wurde für den 12-monatigen Versuch, der im Mai begann, im Führerstand eines Azuma-Zugs der LNER installiert. Der Azuma-Zug, der jetzt auf der East Coast Main Line im Einsatz ist, spielt eine Schlüsselrolle bei der Digitalisierung der Infrastrukturüberwachung und -wartung. Die Lösung nutzt die neueste Kamerasensortechnologie mit künstlicher Intelligenz (KI).
Die FFCCTV-Überwachungslösung ist eine Kombination aus CrossTech-Technologie und dem digitalen Know-how von Hitachi Rail in den Bereichen Integration, Betrieb und Kundenschnittstelle. Diese digitale Lösung ermöglicht eine automatisierte und genauere Überwachung. Sie trägt zur Modernisierung der Eisenbahnen bei.
"Wir können diese Technologie nutzen, um zu erkennen, wo die Vegetation in den Bahnbetrieb eingreift und die Gefahr besteht, dass sie mit Zügen oder festen Infrastrukturen wie Oberleitungen in Kontakt kommt. Wir können auch feststellen, wo das Wachstum der Vegetation die Sicht des Triebfahrzeugführers beeinträchtigt, z. B. bei der Annäherung an Signale oder Bahnübergänge. Diese Initiative wird es uns ermöglichen, die Fahrten der Fahrgäste zuverlässiger zu machen und das Risiko von Störungen im Netz zu minimieren", sagte Johanna Priestley, Streckeningenieurin bei Network Rail.