Die Finanzierung ist Teil eines Pakets von rund 1 Mrd. EUR, das die EIB im Jahr 2023 für die Verbesserung der tschechischen Eisenbahnen genehmigt hat. Verkehrsminister Martin Kupka (ODS), Finanzminister Zbyněk Stanjura (ODS) und EIB-Vizepräsident Kyriacos Kakouris haben heute den Darlehensvertrag unterzeichnet, wie die tschechische Nachrichtenagentur berichtet.
Nach Angaben des tschechischen Verkehrsministers Martin Kupka werden die Mittel aus dem Darlehen in Projekte zur Modernisierung der Eisenbahn fließen. Das Geld werde auch in die Weiterentwicklung des Europäischen Zugsicherungssystems ETCS investiert, sagte er heute gegenüber Reportern.
"Dank des Darlehens wird die Správa železnic (Eisenbahnverwaltung) in der Lage sein, Zuschüsse für einzelne Projekte aus dem Europäischen Mechanismus für faire Transition zu erhalten, was die Wirksamkeit dieser Finanzierungsmethode weiter erhöhen wird", fügte der tschechische Finanzminister Zbyněk Stanjura hinzu.
Gefördert wird auch der Umbau von acht Bahnhöfen in drei Kohleregionen in den Regionen Karlovy Vary, Ústí nad Labem und Ostrava. Der Umbau soll den Komfort und die Sicherheit der Fahrgäste erhöhen, die Zugänglichkeit für Menschen mit Behinderungen verbessern und eine höhere Energieeffizienz der Gebäude gewährleisten. Einige dieser Gebäude werden in neue Büro- oder Einzelhandelsflächen umgewandelt.
"Durch die Modernisierung des Schienennetzes verbessern wir nicht nur die Qualität der Schienenverkehrsdienste, sondern leisten auch einen Beitrag zu einer umweltfreundlicheren und nachhaltigeren Zukunft", sagte EIB-Vizepräsident Kyriacos Kakouris.
Das tschechische Eisenbahnnetz besteht aus fast 9.500 Kilometern Hauptstrecken, von denen etwa ein Drittel elektrifiziert ist. In den ersten drei Quartalen des vergangenen Jahres beförderten die Züge in der Tschechischen Republik fast 142 Millionen Fahrgäste und 62,9 Millionen Tonnen Fracht, so die Tschechische Nachrichtenagentur.