Der Wiener Hauptbahnhof zeigt vom 23. Februar bis zum 21. März 2026 die Ausstellung „Iron People“ des niederländischen Fotografen Jelle Krings. Die Fotodokumentation porträtiert ukrainische Eisenbahnarbeiter und ihre Familien und fängt das Leben entlang der Eisenbahnkorridore des Landes unter Kriegsbedingungen ein.
Der Ort ist symbolträchtig. In den ersten Wochen nach dem russischen Einmarsch im Jahr 2022 wurde der Wiener Hauptbahnhof zu einem wichtigen Ankunftsort für Tausende von Flüchtlingen aus der Ukraine und entwickelte sich zu einem Zentrum für Nothilfe und Solidarität.
„Der Wiener Hauptbahnhof ist ein besonders symbolträchtiger Ort für diese Ausstellung“, sagte ÖBB -Vorstandsvorsitzender Andreas Matthä. „Im Frühjahr 2022 kamen Tausende Menschen, die vor dem russischen Angriffskrieg flohen, hier an. Wir konnten schnell und unkompliziert Hilfe leisten. Umso bedeutungsvoller ist es, diese Bilder heute hier zu zeigen.“
Die Ausstellung, die am Vorabend des vierten Jahrestags der Invasion eröffnet wurde, unterstreicht die Bedeutung des ukrainischen Eisenbahnsystems als Lebensader für Evakuierungen, humanitäre Transporte und die Aufrechterhaltung wichtiger Verbindungen im ganzen Land. Diplomaten hoben die Widerstandsfähigkeit der Eisenbahnmitarbeiter hervor, die trotz ständiger Bedrohungen und Angriffe auf die Infrastruktur ihren Betrieb fortsetzen.
Über einen Zeitraum von drei Jahren dokumentierte Krings mehr als 200.000 Eisenbahnmitarbeiter, die für die Instandhaltung von über 20.000 Kilometern Gleis verantwortlich sind. „Trotz der ständigen Gefahr durch russische Angriffe haben sie das Netz während des gesamten Krieges weitgehend funktionsfähig gehalten“, sagte der Fotograf und fügte hinzu, dass ihre Arbeit unzählige Leben gerettet habe und für das Durchhaltevermögen der Ukraine nach wie vor von entscheidender Bedeutung sei.