Neuer Güterbahnhof in Cottbus eröffnet

Neuer Güterbahnhof in Cottbus eröffnet
© DB / Oliver Lang
In Cottbus hat eine neue Logistikdrehscheibe Schiene-Straße ihren Betrieb aufgenommen. Die Verantwortlichen sehen darin einen wichtigen Schritt zur Stärkung der Region Lausitz.

Cottbuser Unternehmen haben jetzt einen leichteren Zugang zur Güterbahn: Ein neues Umschlagterminal am Kraftwerk der Stadt wurde offiziell eröffnet. Die von DB InfraGO errichtete Anlage ermöglicht den Umschlag von Gütern zwischen Lkw und Güterzügen und ersetzt den alten Standort, der dem neuen Instandhaltungswerk der Deutschen Bahn weichen musste.

Den Startschuss gaben Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke, DB-Vorstandsmitglied Daniela Gerd tom Markotten, der Präsident der Industrie- und Handelskammer Cottbus, Jens Warnken, und DB InfraGO-Chefin Imke Kellner. Gleichzeitig fand die siebte Sitzung der Task Force zum Bahnknotenpunkt Cottbus statt.

"Unsere Arbeitsgruppe gibt den Takt für den Strukturwandel in der Lausitz vor", sagte Woidke. "Der Ausbau des Verkehrsknotens Cottbus ist zentral für die wirtschaftliche Entwicklung der Region. Mit einer gezielten Zusammenarbeit von Deutscher Bahn, Bund, Land und Partnern beschleunigen wir den Fortschritt - heute sichtbar mit dem neuen Terminal."

Daniela Gerd tom Markotten von der DB hob die ungewöhnlich schnelle Lieferung hervor: "Die Eröffnung eines neuen Anschlusses an das Schienennetz ist immer ein besonderer Moment. Dass dieser Terminal schon lange vor dem Fahrplanwechsel im Dezember 2026 fertig ist, zeigt, wie eng und effektiv alle zusammengearbeitet haben."

Für die örtlichen Unternehmen bietet der Knotenpunkt eine breite Rampe, Platz für das Rangieren schwerer Lkw und Lagerflächen vor Ort - Merkmale, die am alten Standort fehlten. Außerdem wurden neue Gleise verlegt, auf denen Züge rangiert und abgestellt werden können, darunter auch Güterzüge mit einer Länge von bis zu 740 Metern. Im Rahmen des Projekts wurde auch der Lärmschutz am Kraftwerk verbessert.

Warnken bezeichnete die Anlage als "notwendigen Umschlagplatz für Lausitzer Unternehmen", der den Spediteuren mehr Flexibilität verschafft und die Entwicklung nachhaltiger Lieferketten ermöglicht.

Die Task Force hat auch die weiteren Fortschritte geprüft: An der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg wird ein neues Studienprogramm zur Schieneninfrastruktur beginnen, während die Arbeiten zum Ausbau der Strecke Lübbenau-Cottbus und des Knotenpunkts Königs Wusterhausen fortgesetzt werden. Beides ist Teil der Bemühungen, die Schienenkapazität zwischen Berlin und der Lausitz zu erhöhen, wobei ein 30-Minuten-Takt angestrebt wird.

Das neue Cottbuser Terminal wird ab Dezember 2026 offiziell seinen Vorgänger im Leistungsangebot von DB Cargoablösen.


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