Der polnische Markt für intermodalen Schienenverkehr erreichte im Jahr 2025 ein Volumen von 28,38 Millionen Tonnen und 9,61 Milliarden tkm, was einem Anstieg von 2,6 % bzw. 2,8 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Diese Zahlen machen 13 % des gesamten Schienengüterverkehrs nach Gewicht und 17,1 % nach Transportleistung aus. Das gesamte Containervolumen stieg um 7,4 % auf 2,92 Millionen TEU, gestützt durch ein Rekordviertes Quartal, in dem der Umschlag 806.000 TEU überstieg.
Die Marktkonzentration ist unter den 39 aktiven Anbietern nach wie vor hoch, wobei die drei führenden Unternehmen über 50 % des Segments kontrollieren.
PKP Cargo liegt gemessen an der Transportmenge mit einem Anteil von 19,67 % an der Spitze, gefolgt von PCC Intermodal mit 19,13 % und DB Cargo Polska mit 11,61 %.
Bei der Transportleistung nimmt PCC Intermodal mit 21,31 % den ersten Platz ein, gefolgt von PKP Cargo mit 19,48 % und DB Cargo Polska mit 13,26 %. Zu den kleineren Anbietern zählen Metrans Rail mit 5,39 % der Transportleistung und Alza Cargo mit 4,74 %.
Der Seefrachtumschlag in polnischen Häfen stieg um 18 % auf 3,9 Millionen TEU. Der Hafen von Danzig schlug 2,77 Millionen TEU um, während Gdynia erstmals die Marke von 1 Million TEU überschritt. Der Umschlagknotenpunkt Małaszewicze-Brześć bleibt das wichtigste Tor für den euro-asiatischen Verkehr und wickelt 89,6 % der Bahntransporte von China in die Europäische Union ab.
Standardcontainer machen über 90 % der Gesamtmenge aus. Der Anteil der per Bahn transportierten Sattelauflieger stieg auf 5,2 % der Gesamtmenge, was insgesamt 94.943 Einheiten entspricht.
Die Transportunternehmen nutzten 16,7 Mio. EUR (72 Mio. PLN) an Rabatten für den Zugang zur Infrastruktur, wobei 27 Betreiber Anspruch auf eine maximale Ermäßigung von insgesamt 50 % hatten. Die infrastrukturellen Anforderungen für die Korridor- Netze legen den Schwerpunkt auf den Ausbau der Gleise, um Züge mit einer Länge von 750 Metern aufnehmen zu können.