Rotterdamer Bahnbetreiber testen gemeinsames Rangieren

Rotterdamer Bahnbetreiber testen gemeinsames Rangieren
© DB Cargo
Sechs Schienengüterverkehrsunternehmen haben sich einem neuen Kooperationspilotprojekt im Rotterdamer Hafen angeschlossen, dessen Ziel es ist, Zugausfälle und Verspätungen auf der Hafenbahnstrecke zu reduzieren.

Sechs Schienengüterverkehrsunternehmen testen im Rotterdamer Hafen eine neue Form der betrieblichen Zusammenarbeit, die dafür sorgen soll, dass der Zugverkehr auch dann weiterläuft, wenn die Kapazitäten auf der Hafenbahnstrecke knapp werden.

Die Vereinbarung wurde von Rail Force One, HSL Netherlands, DB Cargo Nederland, RTB Cargo, LTE und der ÖBB Rail Cargo Group unter der Koordination der Hafenbehörde Rotterdam unterzeichnet.

Das Pilotprojekt mit dem Namen „Track Together“ ermöglicht es den teilnehmenden Betreibern, unter vordefinierten Bedingungen die Rangier- oder Zugbewegungen des jeweils anderen zu übernehmen, wenn Kapazitätsengpässe oder Störungen auftreten.

Ziel ist es, Zugausfälle zu reduzieren, längere Verspätungen zu vermeiden und den Betreibern eine schnellere Reaktionsmöglichkeit zu bieten, wenn der reguläre Fahrplan nicht eingehalten werden kann.

Durch die Zusammenarbeit entsteht zudem ein sofort einsatzbereiter Notfallmechanismus für den Fall von Betriebsstörungen. Bei Bedarf können Züge kurzfristig übernommen werden, während die Gleise an den Bahnhöfen schneller geräumt werden können, sodass der planmäßige Verkehr mit geringeren Folgewirkungen fortgesetzt werden kann.

Die operative Abwicklung erfolgt über eine spezielle App namens PortFlow, über die Transportaufträge gebucht werden können. Das Pilotprojekt startete am 1. April 2026 und soll sieben Monate dauern.

Während der Pilotphase werden der App-Entwickler, die Hafenbehörde Rotterdam und die beteiligten Eisenbahnunternehmen die Zusammenarbeit monatlich bewerten.

Für Rotterdam schafft das Projekt ein strukturiertes Kooperationsmodell zwischen mehreren Schienengüterverkehrsunternehmen auf der Hafenbahnstrecke, wobei der praktische Schwerpunkt auf Zuverlässigkeit, Kapazitätsauslastung und einer schnelleren Wiederherstellung des Betriebs bei Störungen liegt.


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