DB InfraGO hat mit der groß angelegten Erneuerung des Korridors Hagen – Wuppertal – Köln begonnen, einer der wichtigsten Eisenbahnverkehrsachsen zwischen dem Ruhrgebiet, dem Bergischen Land und dem Rhein-Korridor. Die Arbeiten sind Teil des nationalen Korridor-Modernisierungsprogramms und schließen an frühere groß angelegte Erneuerungsprojekte auf stark frequentierten Güter- und Personenverkehrsstrecken an. Die Bauphase wird etwa fünf Monate dauern. Während dieser Zeit werden Fern- und Güterzüge umgeleitet, während Regional- und S-Bahn-Verbindungen teilweise durch Busse ersetzt werden.
Das Projekt umfasst Infrastrukturverbesserungen entlang des gesamten Korridors, einschließlich Gleis-, Elektrifizierungs- und Bahnhofsarbeiten. Der Ansatz basiert auf den Erfahrungen aus früheren „Generalüberholungsprojekten“, bei denen durch konzentrierte Bauphasen die Zuverlässigkeit der Infrastruktur schneller wiederhergestellt werden kann als durch schrittweise Erneuerungen. Der Korridor ist sowohl für den regionalen Personenverkehr als auch für den Güterverkehr zwischen Westdeutschland, den Benelux-Ländern und Süddeutschland von Bedeutung.
Gleichzeitig hat DB InfraGO eine zweite große Erneuerung auf der Strecke Nürnberg–Regensburg in Bayern gestartet, einer der verkehrsreichsten Bahnstrecken der Region mit mehr als 350 Zügen pro Tag. Die Strecke ist Teil der europäischen Verkehrsachse Rhein-Donau und spielt eine wichtige Rolle für die Bahnverbindungen zwischen Deutschland und Österreich. Während der fünfmonatigen Sperrung werden Fern- und Güterzüge umgeleitet, während Regionalreisende durch Ersatzbusse und zusätzliche Kapazitäten auf alternativen Bahnstrecken bedient werden.
Die Arbeiten in Bayern umfassen die groß angelegte Erneuerung von Gleisen, Oberleitungen und Signalanlagen sowie die Vorbereitung für die Einführung der Zugsteuerungstechnik ETCS. Zusätzliche Weichen und Erdarbeiten zur Stabilisierung sind geplant, um die betriebliche Flexibilität zu verbessern und das Risiko von Störungen in Zukunft zu verringern. Auch die Modernisierung von Bahnhöfen ist Teil des Projekts, wobei der Schwerpunkt auf Barrierefreiheit und einheitlichen Standards für Passagiereinrichtungen liegt.
Zusammen sind die beiden Korridorprojekte Teil der deutschen Strategie zum Wiederaufbau der Netzstabilität auf stark frequentierten Strecken, wo die alternde Infrastruktur eine Hauptursache für Verspätungen ist, die sowohl den Personenverkehr als auch den internationalen Güterverkehr beeinträchtigen.