Die Initiative "Service Express Régional Métropolitain" (SERM) ist in der Auvergne-Rhône-Alpes weiter vorangeschritten. Nach Grenoble und Clermont-Ferrand hat nun auch Lyon die nächste Phase der Umsetzung eingeleitet.
Erweiterte Betriebszeiten und Frequenzplan
Das SERM von Lyon wird sich auf die Erhöhung der Zugfrequenz konzentrieren, insbesondere während der Hauptverkehrszeiten. Die Nahverkehrszüge in den inneren Vororten sollen in den Hauptverkehrszeiten alle 15 Minuten verkehren, während für die Verbindungen zwischen den äußeren Vororten und dem Zentrum von Lyon ein 30-Minuten-Takt vorgesehen ist. Die Betriebszeiten werden sich von 5 Uhr morgens bis 23 Uhr abends erstrecken, wobei auch außerhalb der Hauptverkehrszeiten ein Halbstundentakt vorgesehen ist.
Es wird erwartet, dass das aktualisierte Liniennetz durch Anpassungen der Infrastruktur unterstützt wird, einschließlich neuer Haltestellen in Portes du Dauphiné und Reventin-Vaugris. Diese Ergänzungen sind Teil eines umfassenderen Plans zur Anpassung sowohl des physischen Netzes als auch der Betriebsstruktur, um das künftige Verkehrsaufkommen zu bewältigen und die Regelmäßigkeit zu verbessern.
Intermodale Integration und Servicekontinuität
Das SERM-Projekt wurde als Antwort auf den Bedarf an vereinfachten und integrierten Verkehrssystemen vorgestellt. Das Lyoner Modell sieht bessere Verbindungen zwischen Zugverbindungen und anderen Mobilitätsoptionen wie Bussen, Straßenbahnen, Expressbussen, Fahrradinfrastruktur und Fußwegen vor. Eine einheitliche Beschilderung und Fahrgastinformation im gesamten SERM-Gebiet wird die Kohärenz zwischen den Verkehrsträgern fördern.
Dieser intermodale Ansatz soll durch zusätzliche Projekte wie die Verbindung BHNS Trévoux-Lyon, den Korridor Monts du Lyonnais und die Straßenbahn Crémieu-Lyon am östlichen Rand der Stadt verstärkt werden. Ein zusätzlicher Schwerpunkt liegt auf der Erreichbarkeit mit aktiven Verkehrsmitteln, wobei der Infrastruktur rund um den Eisenbahnknotenpunkt Lyon Vorrang eingeräumt wird, wo ein stufenweiser Ausbau geplant ist.
Durchführungsrahmen und finanzielle Verpflichtungen
Der SERM-Entwicklungsprozess umfasst eine Vorkonfigurationsphase, in der Serviceverbesserungen, Infrastrukturanforderungen, Investitionszuweisungen und Verwaltungsstrukturen festgelegt werden. Für diese Phase wurden insgesamt 2.457.500 € (ohne MwSt.) bereitgestellt. Die Aufteilung der Mittel ist wie folgt:
- Französischer Staat: 1.128.750 € (50%)
- Auvergne-Rhône-Alpes Region: €614,375 (25%)
- Sytral Mobilités: 325.937 € (13,3%)
Diese Phase soll zu einem operativen Konzept führen, das sich an der von der Region im Dezember 2023 beschlossenen Mobilitätspolitik mit dem Titel "Positive Mobilität - Auf Kurs für 2035" orientiert.
Schwerpunkt auf dem Zugang zu den Städten und dem territorialen Zusammenhalt
Die Einführung des SERM ist eine Antwort auf das Staumanagement, den Bedarf an zuverlässigen öffentlichen Verkehrsmitteln in den expandierenden Vorstädten und die Forderung nach einem breiteren regionalen Zusammenhalt. In der Großregion Auvergne-Rhône-Alpes mit 8 Millionen Einwohnern und 6 Millionen Menschen, die potenziell von der täglichen Mobilitätsinfrastruktur betroffen sind, spielt die Bahn als struktureller Kern des multimodalen Systems eine zentrale Rolle.
Der Umsetzungsansatz umfasst eine schrittweise Entwicklung und eine mehrstufige Koordination zwischen lokalen, regionalen und nationalen Akteuren. Der nun für Lyon geschaffene Rahmen gibt eine operative Richtung für die Verbesserung des Zugangs zum öffentlichen Verkehr in den wachsenden städtischen Gebieten im Südosten Frankreichs vor.