SNCF Voyageurs hat eine zusätzliche Bestellung über 15 Avelia Horizon-Hochgeschwindigkeitszüge von Alstom im Wert von rund 600 Millionen Euro genehmigt, wie der Hersteller mitteilte.
Der Auftrag stellt eine optionale Tranche im Rahmen des bestehenden Rahmenvertrags „Avelia Horizon Innovation Partnership“ zwischen SNCF Voyageurs und Alstom dar. Die Züge werden in einer Vier-Spannungs-Version geliefert, um den Anforderungen des europäischen Netzes gerecht zu werden.
Mit dieser Tranche beläuft sich die Gesamtbestellung von SNCF Voyageurs für Avelia Horizon auf 130 Zuggarnituren, davon 100 für den Inlandsverkehr in Frankreich und 30 für den internationalen Verkehr in Europa. Der Rahmenvertrag umfasst außerdem 30 Avelia Horizon-Züge, die Eurostar im Oktober 2025 bestellt hat, wodurch sich das Gesamtvolumen des Vertrags auf 160 Zuggarnituren beläuft.
Die Avelia Horizon-Plattform basiert auf einer Konfiguration mit zwei kurzen Triebwagen und doppelstöckigen Gelenk-Personenwagen. Alstom gibt an, dass das Design auf eine Senkung der Wartungskosten um mehr als 30 % im Vergleich zur aktuellen Hochgeschwindigkeitsflotte von SNCF Voyageurs abzielt, unterstützt durch Zustandsüberwachungs- und vorausschauende Wartungssysteme.
Der Energieverbrauch soll um etwa 20 % niedriger sein als bei den bestehenden TGV-Zügen, was auf Änderungen an der Aerodynamik und den Traktionssystemen zurückzuführen ist. Die Züge sind für Geschwindigkeiten von über 300 km/h ausgelegt.
An der Produktion der zusätzlichen Züge sind zehn Alstom-Standorte in Frankreich beteiligt. Belfort liefert Triebwagen, La Rochelle Personenwagen und Le Creusot Drehgestelle. Weitere beteiligte Standorte sind Villeurbanne (Bordsysteme), Ornans (Motoren), Tarbes (Traktionsausrüstung), Toulouse (elektrische Schaltkreise), Petit-Quevilly (Transformatoren), Saint-Ouen (Konstruktion und Signaltechnik) und Valenciennes (Innenausstattung).