Stadler hat einen Auftrag zur Lieferung von vier weiteren Zahnradzügen für die Gornergratbahn (GGB) erhalten und setzt damit seine langjährige Partnerschaft mit einer der bekanntesten Bergbahnen Europas fort.
Die neuen POLARIS-Triebzüge werden auf der Strecke zwischen Zermatt und dem Gornergrat zum Einsatz kommen und im Rahmen eines laufenden Flottenmodernisierungsprogramms ältere Fahrzeuge ersetzen. Die Auslieferung ist für 2028 geplant; das Auftragsvolumen beläuft sich auf rund 30 Millionen Schweizer Franken.
Aus bahntechnischer Sicht spiegelt der Auftrag die anhaltende Nachfrage nach Spezialfahrzeugen wider, die auf anspruchsvolle Betriebsbedingungen zugeschnitten sind. Die Gornergratbahn weist Steigungen von bis zu 200 ‰ auf, was den Einsatz von Zahnradtechnik und leistungsstarken Antriebssystemen erfordert.
Die Züge sind speziell für hochalpine Bedingungen konzipiert und verbinden Betriebssicherheit mit passagierorientierten Merkmalen wie Panoramafenstern, stufenlosem Einstieg und moderner Innenausstattung.
Auch wenn es sich in erster Linie um eine Touristenstrecke handelt, unterstreicht diese Investition einen allgemeinen Trend im Eisenbahnsektor: Selbst Nischen- und Regionalstrecken legen im Rahmen langfristiger Infrastrukturstrategien den Schwerpunkt auf Flottenerneuerung, Barrierefreiheit und Servicequalität.
Die Gornergratbahn hat ihre POLARIS-Flotte in den letzten Jahren schrittweise erweitert, wobei frühere Fahrzeuge bereits im Einsatz sind. Der jüngste Auftrag bestätigt die Position von Stadler im Segment der Zahnradbahnen, in dem maßgeschneiderte Lösungen für spezifische Netzanforderungen nach wie vor unverzichtbar sind.