Der Zug wurde im Inbetriebnahmezentrum von Stadler in Erlen (Schweiz) vorgestellt und ist Teil eines Rahmenvertrags über zehn Fahrzeuge für den Regional- und Nahverkehr auf Sardinien.
Die Züge sollen auf den Strecken Alghero Flughafen – Mamuntanas, Sassari – Alghero und Sassari – Sorso verkehren. Vor ihrer Inbetriebnahme werden sie gemäß den Vorgaben der italienischen Eisenbahnsicherheitsbehörde ANSFISA getestet.
Das Antriebssystem kombiniert Wasserstoff-Brennstoffzellen, Wasserstofftanks und Traktionsbatterien. Die Ausrüstung ist im zentralen Power-Pack-Wagen untergebracht, wo Wasserstoff in Strom umgewandelt wird. Diese Energie wird sowohl zum Antrieb des Zuges als auch zum Aufladen seiner Traktionsbatterien genutzt, wodurch der Betrieb auf nicht elektrifizierten Schmalspurstrecken möglich ist.
ARST plant, die Züge mit Wasserstoff zu betreiben, der vollständig aus Solarenergie gewonnen wird. Die entsprechenden Produktionsanlagen befinden sich derzeit in der Entwicklung, mit dem Ziel, ein System zu schaffen, das sowohl die Erzeugung von Wasserstoff aus erneuerbaren Energien als auch den emissionsfreien Zugbetrieb abdeckt.
Nach Angaben von Stadler und ARST sollen die zehn Züge im Vergleich zum Dieselbetrieb die jährlichen CO₂-Emissionen um mehr als 2.100 Tonnen senken.
Die Fahrzeuge wurden mit einer geringen Achslast und einer Leichtbauweise konzipiert, um den Anforderungen der italienischen Schmalspur-Infrastruktur gerecht zu werden. Sie verfügen über einen Niederflureinstieg, eine Klimaanlage und Panoramafenster.
Stadler baut außerdem neun Wasserstoffzüge für die Ferrovie della Calabria und zwei für die Ferrovia Circumetnea auf Sizilien. Alle Fahrzeuge für die drei italienischen Regionen werden in Bussnang in der Schweiz hergestellt.