Dieser bimodale Demonstrationszug ist mit einem Fuel Cell Hybrid PowerPack ausgestattet, das Wasserstoff-Brennstoffzellen und Batterien kombiniert, um das Fahrzeug auf nicht elektrifizierten Strecken anzutreiben, mit der Möglichkeit, bei Verfügbarkeit auf Oberleitungsstrom umzuschalten. Die im Januar 2021 gestartete Initiative wurde von einem Konsortium von Partnern, darunter CAF, DLR, Toyota, Renfe, Adif, CNH2, IP und Stemmann-Technik, mit einem Budget von 14 Millionen Euro entwickelt, das größtenteils durch europäische Programme finanziert wurde.
Im Rahmen des Projekts wurde ein bestehender Renfe-Pendlerzug mit einem emissionsfreien Stromerzeugungssystem ausgestattet. Die erste Phase umfasste die Entwicklung und Erprobung des Brennstoffzellen-Hybrid-PowerPacks außerhalb des Fahrzeugs, um das Energiemanagementsystem zu optimieren. Nach der Integration wurden 2022 in der CAF-Anlage in Saragossa statische Tests durchgeführt, bei denen die Systemschnittstellen verifiziert und die Wasserstoffbetankung und Dichtheitsprüfungen vorgenommen wurden.
Die dynamischen Tests begannen auf stillgelegten Strecken, bevor sie auf nationale Strecken übertragen wurden. Eine der bemerkenswerten Etappen waren Testfahrten auf der Strecke Saragossa-Canfranc in den aragonesischen Pyrenäen, die die erste Genehmigung von Adif für den Betrieb von Zügen mit Wasserstoffantrieb darstellten. Darüber hinaus wurde der Zug auf verschiedenen Strecken in Aragonien, Madrid und Galicien getestet, wobei er unter verschiedenen Betriebs- und Klimabedingungen über 10.000 km im Wasserstoffbetrieb zurücklegte. Das Projekt erreichte einen weiteren Meilenstein, als der Zug auf einer portugiesischen Strecke eingesetzt wurde, was einen weiteren Einblick in sein Potenzial als nachhaltige Alternative zur Dieseltraktion bot.
Die Leistungen des FCH2Rail-Projekts erstrecken sich auch auf Beiträge zur europäischen Normung im Schienenverkehr, die die Integration von Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologien in Schienennetze unterstützen. Durch die Untersuchung der Machbarkeit und der Betriebsfähigkeit des bimodalen Antriebs hat das Projekt eine Grundlage für die weitere Evaluierung von wasserstoffbasierten Lösungen im Schienenverkehr geschaffen.