Die ČD wird die Erprobung des Starlink-Satelliteninternets in Fernverkehrszügen über den Winter ausdehnen und ist damit der erste Betreiber in der Tschechischen Republik, der das System unter realen Betriebsbedingungen während der rauen Wettermonate testet.
Das Pilotprojekt läuft derzeit auf den Strecken Brno-Česká Třebová-Prag und Brno-Břeclav-Přerov-Olomouc, wo die Fahrgäste bereits auf einen sogenannten "Satellitenzug" treffen können. Die Entscheidung, das System aktiv zu halten, zielt darauf ab, die Leistung bei Schneefall, Vereisung und niedrigen Temperaturen zu überprüfen, einschließlich des Verhaltens der Antenne auf dem Zugdach.
"Starlink ist eine der Möglichkeiten zur Verbesserung der Wi-Fi-Verfügbarkeit in unseren Zügen", sagte Michal Krapinec, Vorsitzender und Generaldirektor der ČD. "Um die Tests ernst zu nehmen, setzen wir sie im Winter fort, um das Verhalten bei Schnee und Vereisung zu beobachten. Das Terminal bleibt kostenlos und die Datenkosten betragen etwa ein Drittel im Vergleich zu Mobilfunkbetreibern, was ein wichtiger Faktor für künftige Entscheidungen ist", fügte er hinzu.
Bislang haben die Passagiere über Starlink mehr als 5 TB an Daten verbraucht.
Das System ist in einem Triebkopf eines InterPanter-Triebwagens installiert und in das bestehende bordseitige Wi-Fi- und Multimediasystem integriert. Die ČD betonte, dass Starlink ausschließlich für die Konnektivität der Fahrgäste genutzt wird und nicht mit den Zugsteuerungs- oder Sicherheitssystemen interagiert.
Starlink nutzt ein von SpaceX entwickeltes Netz von Satelliten in der niedrigen Erdumlaufbahn, um Hochgeschwindigkeits-Breitbandverbindungen mit geringer Latenz zu ermöglichen. Für den Schienenverkehr erfüllen die Geräte laut ČD die EN 50155 und andere Bahnnormen.
Wenn die Wintertests die Zuverlässigkeit und Wirtschaftlichkeit bestätigen, könnte die Lösung in größerem Umfang in der ČD-Flotte eingeführt werden.