Alstom ist in eine neue Phase der Zusammenarbeit mit dem schwedischen Unternehmen Stilfold eingetreten und wechselt von der Pilotvalidierung zu einer umfassenderen industriellen Bewertung der Stahlformungstechnologie des Unternehmens. Die Partnerschaft konzentriert sich auf potenzielle Anwendungen in Zugkonstruktionen und -komponenten, wobei der Schwerpunkt auf Gewichtsreduzierung, Materialeffizienz und geringeren Lebenszyklusemissionen liegt.
Das Verfahren von Stilfold nutzt das kontrollierte Biegen von Stahlblechen, wodurch komplexe Geometrien mit reduziertem Schweißaufwand und potenziell geringerem Rohstoffverbrauch ermöglicht werden. Im Schienenverkehr könnte dieser Ansatz zu leichteren Fahrzeugkonstruktionen und vereinfachten Fertigungsprozessen beitragen und damit sowohl Kosten- als auch Nachhaltigkeitsziele unterstützen.
„Durch das Pilotprojekt konnten wir bestätigen, dass Stilfold eine vielversprechende Technologie mit Potenzial für verschiedene Arten von Zugkomponenten ist“, sagte Ganesh Chandramouli, Leiter Innovation, Strategie und Produktportfolio bei Alstom Schweden. Er fügte hinzu, dass sich die nächste Phase auf die Identifizierung umweltfreundlicher und kostengünstiger Lösungen konzentrieren werde, die für eine breitere Umsetzung geeignet sind.
Aus Sicht von Stilfold stellt dieser Schritt eine industrielle Bestätigung der Skalierbarkeit der Technologie dar. „Dieser gemeinsam mit Alstom unternommene Schritt vom Pilotprojekt zur breiteren Anwendung bestätigt, dass unsere Technologie das Potenzial hat, die Konstruktion und Herstellung von Stahlkomponenten neu zu definieren“, so Jonas Nyvang, Mitbegründer und CEO von Stilfold.
In den kommenden Monaten werden die Partner weitere strukturelle Elemente und Baugruppen untersuchen, bei denen der Faltprozess messbare betriebliche und ökologische Vorteile bringen könnte. Die Zusammenarbeit ist Teil der umfassenden Innovationsstrategie von Alstom, die darauf abzielt, die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie zu stärken und gleichzeitig die Umweltbelastung durch die Schienenfahrzeugherstellung zu reduzieren.