Französisches Bündnis 4F fordert mehr staatliche Unterstützung für den Schienengüterverkehr

Marketa Horpeniakova, Veröffentlicht am 21/11/2022
Französisches Bündnis 4F fordert mehr staatliche Unterstützung für den Schienengüterverkehr
@fret4f.fr

Die französische Regierung sollte dafür sorgen, dass der Schienengüterverkehr gegenüber dem Straßenverkehr wettbewerbsfähiger wird, indem sie die staatliche Unterstützung beibehält und gesetzlich verankert.


Ein Vertreter der Alliance 4F (Fret Ferroviaire Français du Futur), in der die großen französischen Schienengüterverkehrsunternehmen zusammengeschlossen sind, traf letzte Woche mit dem Verkehrsminister Clément Beaun zusammen. Ziel des Treffens war es, die entscheidende Rolle des Schienengüterverkehrs bei der Dekarbonisierung der Wirtschaft und der grünen Planung hervorzuheben und über seine gezielte und wirksame Förderung, insbesondere in der aktuellen Energiekrise, nachzudenken.

Der Anteil des Schienengüterverkehrs in Frankreich nimmt allmählich zu. Zwischen 2020 und 2021 ist ein Anstieg von 9,6 % auf 10,7 % zu verzeichnen, während der kombinierte Verkehr zwischen Schiene und Straße sogar noch stärker wächst (+16 % im Volumen). Das Ziel eines Verkehrsanteils von 18 % bis 2030 kann jedoch nur erreicht werden, wenn die staatliche Unterstützung beibehalten wird und sich alle Beteiligten an ihre Verpflichtungen halten.

Das Bündnis 4F hat Minister Beaun drei Hauptforderungen zur Unterstützung der Bahnindustrie vorgelegt. Erstens sollte ein Mechanismus geschaffen werden, der den Schienengüterverkehrsunternehmen bei der Bewältigung der steigenden Energiepreise hilft. Geschieht dies nicht, würde sich ein Großteil des Güterverkehrs wieder auf die Straße verlagern.

Außerdem sollten Maßnahmen ergriffen werden, um die Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit des Eisenbahnnetzes zu verbessern. Die Allianz hat den Minister um ein klares Mandat des Staates für SNCF Réseau gebeten. Der Zustand des französischen Schienennetzes ist heute einer der größten Hemmfaktoren für die Entwicklung des Schienengüterverkehrs und hindert die Eisenbahnunternehmen daran, die wachsende Nachfrage der Verlader zu befriedigen.

Die dritte Forderung bezieht sich auf die Verlängerung der staatlichen Unterstützung für die Bahnbetreiber in Höhe von 170 Millionen Euro pro Jahr über das Jahr 2023 hinaus. Die Regierung sollte die Kofinanzierung des Erneuerungsplans in Höhe von 1 Milliarde Euro pro Jahr bestätigen und eine Entscheidung über den Investitionsplan für das Schienengüterverkehrsnetz in Höhe von 3,5 Milliarden Euro im Zeitraum 2023-2030 treffen. Die eingegangenen Verpflichtungen sollten in einem Investitionsplanungsgesetz verankert werden, das den Unternehmen des Sektors die nötige Transparenz und langfristige Ressourcen bietet, um zu einer umweltgerechten Planung beizutragen.

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