Der Betrieb von Bussen, Straßenbahnen, U-Bahnen und Regionalzügen kostet bundesweit jedes Jahr 25 Milliarden Euro. Die Studie, die von der Technischen Universität München im Auftrag der DB-Initiative "Zukunft Nahverkehr" durchgeführt wurde, kommt zu dem Ergebnis, dass der öffentliche Verkehr jährlich eine Wertschöpfung von rund 75 Milliarden Euro generiert.
Jan Schilling, Mitglied des Vorstands von DB Regio, sagt: "Der öffentliche Personennahverkehr ist nicht nur Verkehrsmittel und Klimaschützer, sondern auch Teil der Daseinsvorsorge und Wirtschaftsmotor. Dank dieser Studie kennen wir nun den wahren Wert des öffentlichen Personennahverkehrs. Das sollte ein weiterer Anreiz für Bund und Länder sein, das Angebot auszubauen. Jeder Euro, der in den ÖPNV investiert wird, macht sich dreifach bezahlt - er ist ein echter Wirtschaftsförderer. Die Investition in einen gut ausgebauten Nahverkehr ist eine Investition in den Wirtschaftsstandort Deutschland.
Ein beträchtlicher Teil der Wertschöpfung wird direkt im öffentlichen Verkehr und in eng mit ihm verbundenen Sektoren wie Fahrzeugbau und Reinigungsdienste erwirtschaftet. Auch in anderen Bereichen hat der ÖPNV einen noch größeren Gesamteinfluss: Ein Teil des Umsatzes im Einzelhandel hängt direkt von den Nutzern des ÖPNV ab, und der Tourismus profitiert von der guten Erreichbarkeit des ÖPNV, insbesondere in Städten und Ferienregionen.
Oliver May-Beckmann, Geschäftsführer von MCube und Mitautor der Studie, ergänzt: "Der öffentliche Verkehr stärkt den Einzelhandel, den Tourismus und den Arbeitsmarkt und entlastet die Pendler. Vor allem aber spart er volkswirtschaftliche Kosten, zum Beispiel durch weniger Verkehrsunfälle und weniger Flächen-, Lärm- und Luftverschmutzungsverbrauch sowie geringere CO₂-Emissionen."
Außerdem fördert der öffentliche Verkehr die produktive Beschäftigung, da Busse und Bahnen den Menschen den Weg zur Arbeit erleichtern und den Unternehmen helfen, geeignete Mitarbeiter zu finden.