Streik in Paris Nord geht weiter: Französische Güterbahnbetreiber äußern Bedenken

Streik in Paris Nord geht weiter: Französische Güterbahnbetreiber äußern Bedenken
© Europorte / Sébastien Bigot
Ein dreimonatiger Streik bei SNCF Réseau, dem französischen Betreiber der Eisenbahninfrastruktur, beeinträchtigt weiterhin den Güterverkehr im Raum Paris Nord.

Die Association Française du Rail (AFRA), Alliance 4F und Groupement National des Transports Combinés (GNTC) haben sich besorgt über die anhaltenden Störungen geäußert, die durch einen lokalen, gewerkschaftlich geführten Streik der Eisenbahn-Disponenten verursacht werden.

Der Streik, der am 7. April begann, betrifft vor allem den Betrieb in wichtigen Pariser Vororten wie Villemomble, Le Bourget und Bobigny in Seine-Saint-Denis. In diesem Gebiet wird ein erheblicher Teil des französischen Schienengüterverkehrs abgewickelt, der wichtige Nord-Süd- und Ost-West-Fernverkehrsstrecken bedient.

Nach Angaben von AFRA, Alliance 4F und GNTC kam es bei bis zu 40 % der Güterzüge zu erheblichen Fahrplan- und Streckenänderungen während der Hauptstörungszeiten, was sich direkt auf die Zuverlässigkeit der Dienste und die Terminplanung der Güterverkehrsunternehmen und ihrer Kunden auswirkte.

Die AFRA vertritt alternative Bahnbetreiber zur SNCF wie DB Cargo France, Captrain France und Europorte, die Alliance 4F vereint große Güterbahnunternehmen, die sich auf eine nachhaltige Logistik konzentrieren, und der GNTC deckt den kombinierten Verkehr Schiene-Straße ab und legt Wert auf pünktliche und zuverlässige Dienstleistungen.

Vertreter dieser Verbände haben den anhaltenden Streik als Ursache für die Instabilität des Güterverkehrs bezeichnet, die sich insbesondere auf die für die Qualität und Pünktlichkeit der Dienstleistungen empfindlichen Bereiche des kombinierten Verkehrs auswirkt.

Die Verhandlungen sind aufgrund zusätzlicher Gewerkschaftsforderungen, einschließlich möglicher finanzieller Entschädigungen für Streiktage, auf weitere Herausforderungen gestoßen. Die Frachtunternehmen betonen, dass sie die Arbeitnehmerrechte einhalten, warnen jedoch vor Auswirkungen, die vom beabsichtigten Zweck des Arbeitskampfes abweichen könnten.

Als Reaktion darauf hat SNCF Réseau Unterstützungsteams mobilisiert, um die Störungen zu lindern und den Verkehrsbetrieb so weit wie möglich aufrechtzuerhalten.


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