Im Mittelpunkt des Konzepts steht die Bildung eines Konsortiums von Eisenbahnbetreibern zur Koordinierung von Investitionen und Betrieb. FS plant, diese Initiative als ein gemeinsames europäisches Projekt zu positionieren, an dem sich mehrere Länder und Infrastrukturakteure beteiligen.
Zu den im Interview mit Les Échos erwähnten Vorschlägen gehört eine geplante Hochgeschwindigkeitsverbindung zwischen London und Paris, die bis 2029 in Betrieb genommen werden soll. Die Investitionen werden auf 1 Mrd. EUR geschätzt. Das Unternehmen befindet sich in Gesprächen mit den zuständigen Regulierungs- und Infrastrukturbehörden, um den Zugang zu den erforderlichen Einrichtungen in beiden Ländern zu sichern.
Donnarumma verwies auch auf Anpassungen des Fahrplans Paris-Mailand, wobei die Reisezeit von über sieben Stunden auf fünfeinhalb Stunden verkürzt werden soll. Dies erfordert eine engere Abstimmung zwischen dem französischen und dem italienischen Hochgeschwindigkeitssystem.
FS ist derzeit auf dem Korridor Mailand-Paris tätig und hat die Ausweitung der Dienste auf Paris-Lyon und Paris-Marseille angekündigt, wobei letztere im Juni 2025 aufgenommen werden sollen. In Spanien hält FS einen Anteil von 45 % an Iryo, das einen Marktanteil von 25 % im spanischen Hochgeschwindigkeitssegment beansprucht.
Nach den in dem Interview zitierten Unternehmenszahlen beförderte FS im Jahr 2024 rund 230 Millionen internationale Passagiere. Die Auslandseinnahmen erreichten 3 Mrd. EUR bei einem Gesamtumsatz von 16,5 Mrd. EUR. Das Unternehmen strebt an, die Zahl der internationalen Fluggäste in den nächsten fünf Jahren um 40 % zu steigern.
Zu den weiteren Plänen gehören die Erkundung neuer Strecken wie Rom-Berlin über München und eine stärkere Koordinierung mit anderen Betreibern auf wettbewerbsorientierten Märkten. In dem Interview wurden auch die Herausforderungen der Integration in Frankreich angesprochen und ein ausgewogenerer Ansatz für den gemeinsamen Netzzugang gefordert.