Eurostar hat 30 neue Doppelstock-Hochgeschwindigkeitszüge mit Optionen für 20 weitere bestellt und damit die größte Flotteninvestition in seiner Geschichte getätigt. Die Eurostar Celestia-Züge werden durch den Kanaltunnel fahren und die Kapazität auf den Strecken zwischen dem Vereinigten Königreich und dem europäischen Festland erhöhen.
Die Züge, die auf der Avelia Horizon-Plattform basieren, werden alle derzeitigen Eurostar-Länder bedienen und die Tür nach Genf und Frankfurt öffnen. Jeder 200-Meter-Zug wird etwa 540 Sitzplätze bieten, bzw. 1.080 Sitzplätze in doppelter 400-Meter-Formation. Die ersten Züge werden im Mai 2031 in Betrieb genommen.
Die Investition erfolgt in einer Zeit, in der sich der Wettbewerb im europäischen Schienenverkehr verschärft, da die Betreiber SNCF, Trenitalia, Renfe und Nightjet ihre Netze ausbauen. Eurostar ist bestrebt, seine Marktposition zu verteidigen und auszubauen, da sich die Nachfrage in Richtung einer kohlenstoffarmen, grenzüberschreitenden Mobilität verschiebt.
Das Depot Temple Mills in London wird für die Wartung der erweiterten Flotte aufgerüstet, wodurch etwa 350 qualifizierte Arbeitsplätze geschaffen werden. Die neuen Züge werden außerdem 20-50 % weniger Energie verbrauchen und zu 97 % aus recycelbaren Komponenten bestehen.
FAKTENBOX - EUROSTAR CELESTIA
- 2-Milliarden-Euro-Investition
- 30 + 20 Züge
- 540 / 1.080 Plätze
- 2031 Indienststellung
- 20-50% Energieeinsparung