East-West Intermodal Logistics (EWG) und A.P. Møller – Maersk haben eine neue Partnerschaft am Terminal Fényeslitke im Osten Ungarns bekannt gegeben, durch die der Standort um Containerlager- und Trockenhafendienstleistungen erweitert und seine Position in der regionalen intermodalen Logistik gestärkt wird.
Im Rahmen der Vereinbarung wird Maersk am Terminal Funktionen eines Trockenhafens einrichten und damit ausgewählte Aktivitäten, die traditionell in Seehäfen abgewickelt werden, effektiv auf einen Logistik-Hub im Landesinneren verlagern. Damit reiht sich Fényeslitke in eine weltweit relativ kleine Gruppe von intermodalen Terminals im Landesinneren ein, die die für den Betrieb eines Trockenhafens erforderlichen infrastrukturellen und betrieblichen Standards erfüllen.
Das Projekt wurde bereits seit 2025 diskutiert, während die Umsetzung parallel dazu voranschritt. Nach Angaben der Unternehmen soll die neue Konfiguration den Umschlag beladener Container verbessern, die Zollabfertigung im Binnenland unterstützen und zusätzliche Distributionskapazitäten für den Transport leerer Container schaffen.
Die Zusammenarbeit unterstreicht zudem die wachsende strategische Bedeutung von Binnenterminals in europäischen Lieferketten. Der Standort Fényeslitke liegt an wichtigen Straßen- und Schienenkorridoren im Osten Ungarns, ist Teil des TEN-V-Netzes und liegt an Routen, die mit dem Mittleren Korridor verbunden sind, wodurch er über den ungarischen Binnenmarkt hinaus an Bedeutung gewinnt.
Roman Vinar, CEO von East-West Intermodal Logistics, bezeichnete die Vereinbarung als wichtigen Meilenstein für das Unternehmen und als Zeichen dafür, dass das Terminal gut aufgestellt ist, um langfristig eine Rolle in globalen Logistiknetzwerken zu spielen. Andrea Ordody, Vertriebs- und Landesleiterin für Ungarn bei Maersk, erklärte, die Partnerschaft werde dazu beitragen, das Binnennetzwerk des Unternehmens in der Region zu stärken und die Verbindungen für die Frachtströme der Kunden zu verbessern.
Der Containerverkehr im Rahmen der neuen Kooperation hat bereits begonnen; der erste Exportzug traf im Februar 2026 in Fényeslitke ein. Derzeit werden die Zugverbindungen entsprechend der Marktnachfrage angeboten, während beide Partner auf die Einführung regelmäßiger Verbindungen hinarbeiten.
Für den europäischen Güterverkehrsmarkt insgesamt signalisiert die Vereinbarung das anhaltende Interesse großer globaler Logistikkonzerne an regionalen Binnenverkehrsknotenpunkten, die Schienenanbindung, digitale Abläufe und intermodale Flexibilität vereinen. In diesem Zusammenhang positioniert sich Ostungarn zunehmend als Drehscheibe zwischen regionalen Güterströmen und den überregionalen eurasischen Logistikkorridoren.