ČD schreibt mobile Simulatoren aus

ČD schreibt mobile Simulatoren aus
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Die tschechische Staatsbahn České dráhy (ČD) sucht nach Anbietern für neue mobile Lokführersimulatoren im Rahmen umfassenderer Bemühungen, die Ausbildungskapazitäten zu erweitern und die Lokführerausbildung zu modernisieren.

Die Tschechische Eisenbahn (ČD) bereitet den Ausbau ihrer Ausbildungsinfrastruktur um zwei neue mobile Simulatoren für Lokführer vor, die die seit 2019 in Prag und Česká Třebová betriebenen stationären Führerstandssimulatoren ergänzen.

Der Betreiber hat eine öffentliche Ausschreibung für die fünfjährige Anmietung von zwei mobilen Simulatoren einschließlich Wartung und technischem Support mit einer Option auf drei weitere Einheiten veröffentlicht. Der Gesamtwert des Auftrags könnte sich auf 47 Millionen CZK (1,9 Millionen Euro) belaufen, wovon 19 Millionen CZK (0,8 Millionen Euro) auf den Kernauftrag entfallen und 28 Millionen CZK (1,1 Millionen Euro) auf optionale Erweiterungen.

Nach Angaben der ČD wird das mobile Format mehr Flexibilität bei der Organisation von Schulungen bieten und es ermöglichen, die Simulatoren je nach Bedarf an verschiedenen Standorten einzusetzen. Jiří Ješeta, stellvertretender Geschäftsführer für den Personenverkehr, erklärte, das Leasingmodell werde es zudem erleichtern, auf technologische Entwicklungen bei Signalanlagen und in der Bahntechnik zu reagieren, damit die Schulungen stets den aktuellen Standards entsprechen.

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Jedes Jahr durchlaufen mehr als 200 neue Bewerber für Stellen als Lokführer Vorbereitungskurse, und alle nutzen im Rahmen ihrer Ausbildung Simulatoren. Auch bereits tätige Lokführer absolvieren mindestens einmal im Jahr Simulatorübungen. Die Geräte werden täglich und oft auch am Wochenende genutzt, was die hohe Nachfrage nach praktischem Training widerspiegelt.

Die Simulatoren sind so konzipiert, dass sie die Umgebung im Führerstand detailgetreu nachbilden, einschließlich der Bedienelemente und einer realistischen Darstellung von Streckenverläufen, Bahnhöfen, Bahnübergängen, Signalanlagen und der umgebenden Infrastruktur. Neben dem Routinebetrieb können sie zum Üben von außergewöhnlichen Situationen oder Notfällen genutzt werden, wie beispielsweise Hindernissen auf der Strecke, Signalausfällen, dem Befahren besetzter Gleise oder dem Fahren unter besonderen Signalanweisungen.

Nach jeder Fahrt wertet das System die Leistung des Fahrers aus, und der Ausbilder bespricht das Szenario im Detail. Für die ČD soll die Erweiterung nicht nur die Schulungskapazitäten erhöhen, sondern auch die Vorbereitung auf Betriebsstörungen und außergewöhnliche Situationen im täglichen Bahnverkehr intensivieren.


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