Die Tschechische Eisenbahn (ČD) hat eine Eurobond-Emission im Wert von 500 Millionen Euro abgeschlossen und damit ihre Finanzierungsbasis für die Erneuerung des Fuhrparks und weitere Investitionen gestärkt.
Die vorrangigen unbesicherten Anleihen werden im September 2031 fällig und sind mit einem festen jährlichen Kupon von 3,750 % ausgestattet. Nach Angaben der ČD überstieg die Nachfrage der Anleger das angebotene Volumen deutlich und erreichte einen Höchststand von mehr als 1,8 Milliarden Euro.
An der Transaktion beteiligten sich fast 150 institutionelle Anleger. Vermögensverwalter bildeten die größte Anlegergruppe, gefolgt von Banken, Versicherern und Pensionskassen. Geografisch gesehen entfiel der größte Anteil auf Anleger aus dem deutschsprachigen Raum, gefolgt von Mittel- und Osteuropa, dem Vereinigten Königreich und anderen europäischen Märkten.
Laut ČD sollen die Mittel vor allem zur Finanzierung der Erneuerung des Fahrzeugparks sowie für weitere Investitionen zur Verbesserung des Personenverkehrs verwendet werden. Die Anleiheemission erfolgt kurz nachdem das Unternehmen von Moody’s sein bisher bestes Rating erhalten hat; Moody’s stufte ČD von Baa2 auf Baa1 mit stabilem Ausblick herauf.
Die Anleihen selbst wurden von Moody’s ebenfalls mit „Baa1“ bewertet und sind an der Luxemburger Börse notiert.
Laut Lukáš Svoboda, Vorstandsmitglied der ČD und stellvertretender Geschäftsführer für Wirtschaft und Vermögen, trug die starke Nachfrage dazu bei, dass das Unternehmen bei einer Eurobond-Emission den historisch niedrigsten Spread erzielen konnte.
Die Transaktion wurde von einem internationalen Bankenkonsortium unter der Führung der Société Générale und der UniCredit arrangiert, wobei BNP Paribas, die Erste Group, Intesa Sanpaolo, ING und KBC als Bookrunner fungierten.
Diese Meldung folgt auf die Ende April veröffentlichten Finanzergebnisse der ČD-Gruppe für das Jahr 2025. Die Gruppe wies nach IFRS einen konsolidierten Gewinn vor Steuern in Höhe von 1,8 Milliarden CZK aus und verbesserte damit ihr Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr um 46 %.