Der Vorstand der PKP CARGO hat angekündigt, bis zu 30 % der Belegschaft zu entlassen. Dies betrifft bis zu 4.142 Mitarbeiter verschiedener Berufsgruppen. Diese Entscheidung, die am 3. Juli 2024 getroffen wurde, wird Konsultationen mit den Gewerkschaftsorganisationen in den Werken und der Zentrale des Unternehmens einleiten.
Die Entlassungen sollen bis zum 30. September 2024 abgeschlossen sein. Die von diesen Entlassungen betroffenen Mitarbeiter erhalten Abfindungen, die sich nach der Dauer ihrer Beschäftigung richten.
Die derzeitige Situation von PKP CARGO ist auf das schlechte Management der letzten Jahre zurückzuführen, das zu erheblichen finanziellen Schwierigkeiten geführt hat. Der Marktanteil des Unternehmens in Bezug auf die Transportleistung und die Frachtmasse ist stark zurückgegangen, von fast 60 % im Jahr 2013 auf unter 30 % Anfang 2024. Die politische Entscheidung im Jahr 2022, dem Kohletransport Vorrang einzuräumen, hat die finanziellen Probleme des Unternehmens weiter verschärft und zur Aufgabe anderer Verträge geführt, was sich wiederum negativ auf die finanzielle Lage des Unternehmens auswirkte.
Um das Unternehmen zu stabilisieren, hat PKP CARGO ein Sanierungsverfahren eingeleitet - eine Form der Umstrukturierung, die darauf abzielt, den Konkurs zu vermeiden und die finanzielle Liquidität wiederherzustellen. Am 27. Juni 2024 hat das Unternehmen beim Bezirksgericht der Hauptstadt Warschau einen Antrag auf Einleitung dieses Verfahrens gestellt. Wird der Antrag genehmigt, wird ein Verwalter ernannt, der die Geschäftsführung des Unternehmens überwacht, mit dem Ziel, das bestmögliche Ergebnis für Gläubiger, Mitarbeiter und Aktionäre zu erzielen.
Der Umstrukturierungsprozess zielt darauf ab, so viele Arbeitsplätze wie möglich zu erhalten und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens wiederherzustellen. Der Vorstand hat Gespräche mit anderen Eisenbahnunternehmen geführt, um den Transfer einiger Mitarbeiter zu erleichtern, was dazu führte, dass 1.000 Mitarbeiter von PKP Intercity REMTRAK, PKP Intercity und POLREGIO übernommen wurden.
Darüber hinaus verlegt die PKP CARGO SA ihren Hauptsitz in Kattowitz, um die Immobilienkosten zu optimieren. Die Mitarbeiter werden an andere Unternehmensstandorte versetzt, darunter das Werk Süd in Kattowitz und das schlesische Werk in Tarnowskie Góry, wobei einige von ihnen auf Fernarbeit umgestellt werden.
Der Vorstand unterstreicht, dass die Umstrukturierungs- und Verlagerungsbemühungen entscheidende Schritte sind, um die Geschäftstätigkeit des Unternehmens zu stabilisieren und seine langfristige Überlebensfähigkeit auf dem Markt zu sichern.