SBB Cargo sichert sich jahrzehntelange Einzelwagenverträge mit Schweizer Grosskunden

SBB Cargo sichert sich jahrzehntelange Einzelwagenverträge mit Schweizer Grosskunden
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Zu den Kunden, die zum Teil Verträge mit einer Laufzeit von bis zu zehn Jahren abgeschlossen haben, gehören unter anderem Migros (Lebensmitteleinzelhandel), fenaco (Landwirtschaft), Stahl Gerlafingen (Stahl) und Schweizer Salinen (Salz).

SBB Cargo Schweiz hat mit mehreren inländischen Grosskunden neue langfristige Verträge für den Einzelwagenverkehr (SWL) abgeschlossen. Nach Angaben der SBB haben sich über 95 Prozent der bestehenden SWL-Kunden für eine weitere Zusammenarbeit unter den neuen Rahmenbedingungen entschieden.

Weitere Verträge wurden mit SIPRO (Stahl), Colas Schweiz (Bau) und mobilog, einer Logistik-Tochter der AMAG (Automotive), unterzeichnet. Verhandlungen mit Unternehmen aus der Chemie-, Bau-, Stahl-, Lebensmittel- und Holzbranche sind im Gange.

SBB Cargo Schweiz befördert derzeit jährlich rund 11 Millionen Tonnen Güter im SWL-Verkehr mit mehr als 500'000 Wagen. Diese Leistungen sind Teil eines Modells, bei dem Güterzüge durch Abholung einzelner Wagen von mehreren Kunden zusammengestellt werden. Das Volumen entspricht einer geschätzten Zuglänge von Zürich bis Bangkok, wenn man sie durchgängig platziert.

© Migros
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Die SBB beschreibt die neue Vertragsstruktur als Teil einer umfassenderen Umstrukturierung ihrer SWL-Aktivitäten, die aufgrund des finanziellen Drucks umstrukturiert werden. Sowohl der Einzelwagenverkehr als auch der kombinierte Verkehr sind defizitär, während der Ganzzugverkehr weiterhin rentabel ist. Das Unternehmen meldete jährliche Verluste von 80 Mio. CHF (ca. 83 Mio. EUR) in diesem Bereich.

Als Reaktion darauf verfolgt die SBB ein überarbeitetes Produktionsmodell, das auf den Fahrplanwechsel im Dezember 2026 eingeführt werden soll. Das Konzept umfasst Kostensenkungsmassnahmen, Investitionen in neue Lokomotiven und standardisierte Güterwagen, verstärkte Automatisierung und betriebliche Konsolidierung. Der Bund unterstützt den Übergang vorübergehend finanziell, während die Kunden kostendeckende Tarife akzeptieren sollen.

Das Unternehmen schätzt, dass der SWL-Verkehr jährlich bis zu einer Million zusätzliche Lkw-Fahrten auf Schweizer Straßen verhindert.


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