Nach Ansicht von Carta wird die Wettbewerbsfähigkeit des Schienengüterverkehrs durch die Kombination von umfangreichen Infrastrukturarbeiten, begrenzter internationaler Koordinierung und neuen regulatorischen Auflagen stark beeinträchtigt.
In seiner Rede wies Carta auf die Auswirkungen der geplanten Streckenstilllegungen in Deutschland und die kürzlich verabschiedeten Schweizer Vorschriften für Güterwagen hin, die er als "unrealistisch" für einen bereits unter Druck stehenden Sektor bezeichnete. Diese Maßnahmen bergen die Gefahr, dass die Netzkapazitäten zu einem Zeitpunkt reduziert werden, an dem die EU auf eine Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene drängt.
Im Inland tragen die Arbeiten im Zusammenhang mit Italiens Nationalem Plan für Wiederaufbau und Widerstandsfähigkeit (PNRR) zu planmäßigen Unterbrechungen und erhöhter Bautätigkeit bei. Carta erkennt zwar die Bedeutung dieser Investitionen an, weist aber auf die daraus resultierenden Verzögerungen, Stornierungen, Strafen und Kundenverluste hin, von denen die Betreiber während der Übergangszeit betroffen sind und deren Abschluss nicht vor 2026 erwartet wird.
Zusätzlich erschwert wird die Situation durch bürokratische Hindernisse, die den Zugang zu Anreizsystemen erschweren und die Stabilität der Regulierung schwächen. Dennoch stellte Carta einige positive Entwicklungen fest, insbesondere im Dialog mit dem Infrastrukturbetreiber RFI, und forderte die Möglichkeit, bestimmte Zeitfenster, die derzeit für den Personenverkehr reserviert sind, für den Güterverkehr zu öffnen, um die Kontinuität der Dienste zu gewährleisten.
Mit Blick auf die Zukunft bezeichnete Carta das Jahr 2025 als ein Jahr des institutionellen Wachstums für Fermerci und warnte, dass auch das Jahr 2026 kritisch sein werde. Er deutete jedoch an, dass sich bis 2027 ein günstigerer Ausblick ergeben könnte, da die vom PNRR finanzierten Projekte kurz vor dem Abschluss stehen.