Die Aktionäre der PKP Cargo haben eine erhebliche Herabsetzung des Aktienkapitals des Unternehmens beschlossen, wobei der Nennwert der Aktien von 50 PLN (11,6 €) auf 1 PLN (0,23 €) gesenkt wurde. Dadurch sank das Grundkapital des Unternehmens von 2,24 Mrd. PLN (521 Mio. €) auf 44,8 Mio. PLN (10,4 Mio. €).
Durch die Kapitalherabsetzung wurden rund 2,2 Mrd. PLN (512 Mio. Euro) freigesetzt, die zur Deckung eines Teils des Nettoverlustes des Unternehmens aus dem vorangegangenen Geschäftsjahr verwendet werden sollen. PKP Cargo schloss das Jahr 2024 mit einem Nettoverlust von 2,412 Mrd. PLN (561 Mio. €) ab. Nach Umstrukturierungsmaßnahmen konnte dieser Verlust auf 218 Mio. PLN (50,7 Mio. €) reduziert werden, wobei der verbleibende Betrag aus den Kapitalreserven des Unternehmens gedeckt werden soll.
Als Hauptgrund für diese Entscheidung nannte die Geschäftsführung die schwierigen Marktbedingungen. Bei einem Aktiennennwert von 50 PLN (11,6 €) und einem Börsenkurs, der um 16 PLN (3,7 €) schwankte, war das Unternehmen nach eigenen Angaben nicht in der Lage, externe Investoren zu gewinnen oder neue Finanzmittel zu beschaffen, die für die Fortführung der Geschäftstätigkeit im Rahmen der bisherigen Kapitalstruktur erforderlich waren.
Der Schritt steht auch im Einklang mit den Empfehlungen, die an die vom polnischen Finanzministerium kontrollierten Unternehmen gerichtet wurden und in denen als Reaktion auf die anhaltenden Verluste und die sich verschlechternden Marktbedingungen eine Umstrukturierung der Bilanzen gefordert wurde.
PKP Cargo steht aufgrund des rückläufigen Frachtaufkommens auf der Schiene, der steigenden Betriebskosten und des zunehmenden Wettbewerbs durch den Straßentransport unter Druck. Mit der Kapitalanpassung soll die Finanzlage des Unternehmens stabilisiert werden, während es sein umfassenderes Umstrukturierungsprogramm fortsetzt.
Quelle: sektorkolejowy.pl