Vertreter der Kasachischen Eisenbahn (KTZ) und der chinesischen Urumqi-Eisenbahn trafen sich am Bahnhof Alashankou, um die Leistung des Schienenverkehrs im Jahr 2025 zu bewerten und Pläne für 2026 zu skizzieren. Die Gespräche umfassten Frachtvolumina, Grenzverfahren, Rollmaterial und Gleisbetrieb sowie die Einführung elektronischer Dokumentation und papierloser Technologien.
Beide Seiten vermeldeten einen Anstieg des Transportvolumens, darunter höhere Exporte von Metallen, Erdölprodukten, Kohle und chemischen Erzeugnissen. Die Getreide- und Futtermittellieferungen verdreifachten sich. Die kasachische Seite stellte Fortschritte bei wichtigen Infrastrukturprojekten vor, darunter die Doppelspurverlegung des Abschnitts Dostyk–Moiynty, die Modernisierung der Strecke Altynkol–Zhetygen und der Ausbau eines dritten Grenzübergangs bei Bakhty–Tacheng.
Die operativen Fragen an der Grenze konzentrierten sich auf den Getreideumschlag und die Verkürzung der Laboruntersuchungszeiten, wobei im Rahmen des Prozesses auch Probemissionen nach Urumqi diskutiert wurden. Die kasachische Delegation inspizierte auch die Umschlagterminals, das Zolllager und die Versandanlagen von Alashankou. Alashankou ist nach wie vor Chinas größter Eisenbahn-Grenzverkehrsknotenpunkt, an dem Güter wie Getreide, Pflanzenöl, Düngemittel und Eisenerz umgeschlagen werden.
Das Treffen fiel mit dem 35. Jahrestag der Eisenbahnkreuzung Dostyk–Alashankou zusammen. Seit ihrer Eröffnung wurden mehr als 425 Millionen Tonnen Fracht über diesen Korridor transportiert. Beide Seiten unterzeichneten das Protokoll der abschließenden Arbeitssitzung der Grenzbahnen und betonten die strategische Bedeutung dieser Strecke für internationale Korridore, die China mit Europa, Zentralasien, der Kaspischen Region und dem Nahen Osten verbinden.