Laude Smart Intermodal entwickelt in Zusammenarbeit mit LTG Cargo neue intermodale Transportwege von Litauen aus und stärkt damit die Schienenverbindungen zwischen dem Baltikum und Polen.
Der polnische Intermodalbetreiber nutzt das Terminal in Šeštokai, wo dank Gleisen mit europäischer Normalspurweite und Umschlagkapazitäten ein breiteres Spektrum an Frachtströmen abgewickelt werden kann, darunter auch Sendungen an Kunden in Südpolen.
„Unsere Container werden auf litauischen Gleisen immer häufiger zu sehen sein“, sagte Marcin Witczak, Geschäftsführer von Laude Smart Intermodal. Er bezeichnete die Zusammenarbeit mit LTG Cargo als Beispiel dafür, wie die Schiene in effektiver Kombination mit dem Straßentransport als Rückgrat der Logistik dienen kann.
Die Strecke Litauen–Polen wird derzeit für Fracht, darunter auch Schüttgut, genutzt, doch laut Laude ermöglicht das Containerangebot des Unternehmens den Transport einer breiten Palette von Gütern in intermodalen Transportketten.
Ein wesentlicher Bestandteil des Geschäftsmodells des Unternehmens ist der Einsatz spezieller Container, die darauf ausgelegt sind, die Transporteffizienz bei schwereren Gütern zu verbessern. Laut Witczak können ausgewählte Einheiten bis zu 30 Tonnen Fracht befördern, was im Vergleich zum herkömmlichen Straßentransport zu einer höheren Kosteneffizienz führen kann, insbesondere bei anhaltend hohen Dieselpreisen.
Die Rolle von LTG Cargo verleiht der Zusammenarbeit zudem eine breitere regionale Dimension. Die litauische Eisenbahngesellschaft verfügt über Lizenzen in Lettland und Estland und ist zusammen mit ihrer polnischen Tochtergesellschaft Teil des im Aufbau befindlichen Nordwest-Eisenbahnkorridors.
Für Laude könnte der litauische Standort ein Sprungbrett für eine Ausweitung der Logistikaktivitäten im baltischen und nordischen Raum sein. Das Unternehmen gibt an, dass es auch Lösungen im Bereich der Ostseeschifffahrt prüft und dabei auf Erfahrungen mit ähnlichen intermodalen Transporten über das Schwarze Meer in die Türkei zurückgreift.
Diese Entwicklung fügt sich in Laudes übergreifendes Konzept „Time for Revolution“ ein, das auf einem verstärkten Einsatz von 23-Fuß-Containern mit seitlicher, oberer und hinterer Beladung basiert. Das Unternehmen sieht darin eine Möglichkeit, den intermodalen Schienenverkehr auf Frachtsegmente auszuweiten, die nach wie vor stark vom Straßentransport abhängig sind.