Die Deutsche Bahn hat sich bereit erklärt, ein Ad-hoc-Expertentreffen mit Stahlherstellern und Logistikunternehmen zu organisieren, nachdem kurzfristige Engpässe bei der Bahnanlieferung Stahlunternehmen im Saarland, in Niedersachsen und in Brandenburg beeinträchtigt hatten.
Im Mittelpunkt der Gespräche stand die Schienenlogistik für kritische Rohstoffe, die in der Stahlindustrie zum Einsatz kommen. Die drei Ministerpräsidenten hatten das Treffen einberufen, nachdem Störungen im Schienenverkehr zu Lieferengpässen bei den betroffenen Stahlunternehmen geführt hatten.
Die DB teilte mit, sie habe umgehend Maßnahmen zur Bewältigung der Situation ergriffen. Dazu gehörten die Priorisierung von Lieferungen sowie die kurzfristige Aufstockung der Material- und Personalressourcen.
DB InfraGO wird das Expertentreffen mit der betroffenen Industrie und der Logistikbranche organisieren. Ziel ist es, operative Maßnahmen zu erarbeiten, um den Rohstofftransport auf der Schiene kurzfristig zu stabilisieren und die industriellen Lieferketten langfristig zu sichern.
Die Landesregierungen erklärten, dass stabile Schienenversorgungsketten für die industrielle Planung und die Wettbewerbsfähigkeit unerlässlich seien. Sie forderten zudem ein besseres Baustellenmanagement und verlässliche Transportzusagen, um Produktionsausfälle während Gleisbauarbeiten oder Betriebsstörungen im Güterverkehr zu vermeiden.
Philipp Nagl, CEO von DB InfraGO, erklärte, der Infrastrukturbetreiber werde mit Unternehmen entlang der Lieferketten zusammenarbeiten, um betriebliche Maßnahmen für systemrelevante Branchen zu ermitteln.