DB Cargo bestätigt den Abbau von 6.200 Arbeitsplätzen

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DB Cargo bestätigt den Abbau von 6.200 Arbeitsplätzen
© DB / Kilian Müller
DB Cargo hat sich mit den Arbeitnehmervertretern auf einen Umstrukturierungsplan geeinigt und damit bestätigt, dass bis 2030 rund 6.200 der insgesamt 14.000 Stellen in Deutschland abgebaut werden sollen.

Die Vereinbarung ermöglicht es Deutschlands größtem Schienengüterverkehrsunternehmen, sein bestehendes Restrukturierungsprogramm weitgehend fortzusetzen, wie MM Logistik unter Berufung auf Äußerungen von DB Cargo-Vorstandsvorsitzendem Bernhard Osburg gegenüber Reuters berichtet.

DB Cargo strebt an, den Großteil des Personalabbaus ohne Zwangsentlassungen umzusetzen. Den Mitarbeitern sollen andere Stellen innerhalb des gesamten Deutsche-Bahn-Konzerns angeboten werden, wobei viele der Betroffenen kurz vor dem Rentenalter stehen.

„Es gilt nach wie vor, dass wir bis 2030 bei DB Cargo in Deutschland 6.200 Stellen abbauen werden“, sagte Osburg. „Wir wollen zwar auch zusätzliches Wachstum generieren, doch das wirtschaftliche Umfeld wirkt sich derzeit nachteilig auf uns aus.“

Fast die Hälfte der betroffenen Stellen betrifft den Einzelwagenverkehr. Weitere Einsparungen sind in den Bereichen Planung und Disposition sowie in der Verwaltung vorgesehen.

DB Cargo beabsichtigt zudem, rund die Hälfte der Standorte zu schließen, an denen derzeit Güterzüge repariert und gewartet werden. Das Unternehmen plant, die Arbeiten auf weniger Standorte zu konzentrieren und deren Auslastung zu steigern.

Die Planung und Disposition wird dezentraler gestaltet. Auch der Einzelwagenverkehr wird ab 2027 um vier Hauptknotenpunkte in Seelze, Köln, Nürnberg und Mannheim herum neu organisiert, unterstützt durch fünf sekundäre Standorte.

„Sie werden in Zukunft den Großteil der Arbeit übernehmen“, sagte Osburg. „Außerdem wollen wir die Zugfrequenzen verbessern, damit die Fahrgäste bei einem verpassten Anschluss nur wenige Stunden statt mehrere Tage warten müssen.“

Der Einzelwagenladungsverkehr, der für die Stahlindustrie von besonderer Bedeutung ist, ist nach wie vor auf öffentliche Mittel angewiesen. Der aktuelle deutsche Bundeshaushalt sieht für diesen Sektor im Jahr 2026 rund 300 Millionen Euro vor, wobei dieser Betrag in den folgenden Jahren voraussichtlich auf etwa 240 Millionen Euro sinken wird.

Osburg erklärte, DB Cargo benötige langfristige Planungssicherheit, und forderte, das Förderprogramm über das Jahr 2030 hinaus fortzusetzen.

Das bestehende Einsparungsprogramm des Unternehmens hat ein Volumen von rund 1 Milliarde Euro. DB Cargo prüft derzeit weitere Maßnahmen und ob Teile des Programms schneller umgesetzt werden können.

Trotz höherer Energiepreise und schwächerer Konjunkturprognosen rechnet DB Cargo laut Osburg für das Gesamtjahr 2026 weiterhin mit einem positiven Nettoergebnis. Das Unternehmen verzeichnete 2025 einen operativen Verlust von 7 Millionen Euro, der deutlich geringer ausfiel als im Vorjahr.


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