Strategische Verkehrsverbindungen nach Mitteleuropa und ins Baltikum

Strategische Verkehrsverbindungen nach Mitteleuropa und ins Baltikum
© Lithuania Ministry of Transport
Der litauische Minister für Verkehr und Kommunikation, Marius Skuodis, erörterte mit seinen mitteleuropäischen und baltischen Amtskollegen die Umsetzung gemeinsamer Verkehrsinfrastrukturprojekte.

Um die Konnektivität in der Region weiter zu verbessern und die militärischen Mobilitätsverbindungen zu stärken, unterzeichneten die Minister eine gemeinsame Erklärung zur Entwicklung und Finanzierung der strategischen Verkehrsinfrastruktur.

Auf dem Treffen, das von der Tschechischen Republik, die derzeit den Vorsitz der Visegrad-Gruppe innehat, ausgerichtet wurde, erörterten die Verkehrsminister aus Litauen, der Tschechischen Republik, Estland, Ungarn, Lettland, Polen und der Slowakei die Bedeutung des Nord-Süd-Verkehrskorridors, die Fortschritte bei den laufenden strategischen Projekten Rail Baltica und Via Carpathia sowie den Ausbau der Verkehrsverbindungen zur Ukraine.

In der kommenden Zeit werden sich die Minister auf den Bau neuer Hochgeschwindigkeits-Eisenbahnverbindungen und die Modernisierung bestehender Strecken in Mittel- und Osteuropa konzentrieren. Das Treffen befasste sich auch mit der Notwendigkeit, die regionale Zusammenarbeit zu verstärken und die europäischen Finanzmittel aufzustocken, sowie mit möglichen zusätzlichen Finanzquellen und -instrumenten für Projekte zur Verbesserung der militärischen und zivilen Doppelzweck-Mobilitätsverbindungen mit Europa.

Zwischen 2021 und 2027 werden den EU-Ländern insgesamt 1,69 Mrd. EUR für die Verbesserung der militärischen Mobilitätsinfrastruktur in Europa zur Verfügung gestellt. Litauen beispielsweise hat bisher 126,7 Mio. EUR an EU-Mitteln zur Verbesserung der militärischen Mobilitätsverbindungen mit Europa erhalten. Diese Investitionen sind für den Bau der Via Baltica-Autobahn zur polnischen Grenze, den Flughafen Kaunas und andere wichtige Straßen- und Schieneninfrastrukturprojekte vorgesehen.

In der Erklärung wurde auch die Notwendigkeit angesprochen, die Nord-Süd-Verkehrsverbindungen des Transeuropäischen Verkehrsnetzes (TEN-V) von der Ostsee bis zum Schwarzen Meer und zur Ägäis weiter auszubauen.

Die europäischen Standardstrecken von Rail Baltica in Litauen und Polen sollen im Jahr 2028 angeschlossen werden.


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