meldete der französische Bahnbetreiber SNCF heute Morgen. Nach Angaben der Agentur AFP wird es am Eröffnungstag der Olympischen Spiele zu erheblichen Verkehrsbehinderungen kommen, die mindestens bis zum Ende des Wochenendes andauern werden.
"Gestern Abend wurde die SNCF Opfer mehrerer aufeinander folgender böswilliger Handlungen, die den LGV Atlantique, Nord & Est betrafen. Es wurden Brandanschläge verübt, um unsere Einrichtungen zu beschädigen. Die LGV Süd-Ost ist nicht betroffen, ein böswilliger Akt wurde vereitelt", sagt X Status von SNCF Réseau.
"Nach diesem massiven Angriff, der darauf abzielt, das Hochgeschwindigkeitsnetz lahm zu legen, wurden zahlreiche Züge umgeleitet oder gestrichen. Die betroffenen Reisenden werden per E-Mail oder SMS benachrichtigt. Wir bitten alle Reisenden, die können, ihre Reise zu verschieben und sich nicht zum Bahnhof zu begeben. Alle Fahrkarten für diese gestörten Fahrten sind umtauschbar und erstattungsfähig", fügt SNCF Voyageurs auf seinem X-Account hinzu.
Am angespanntesten ist die Lage am Bahnhof Montparnasse, wo Hunderte von Fahrgästen noch immer vergeblich auf weitere Informationen warten. Französischen Medien zufolge haben die Züge bis zu zweieinhalb Stunden Verspätung und viele wurden gestrichen.
Die Olympischen Sommerspiele werden heute Abend in Paris eröffnet. Die Zeremonie an der Seine wird von massiven Sicherheitsmaßnahmen begleitet, darunter eine Flugverbotszone im Umkreis von 150 Kilometern um die Hauptstadt.
Auch der Eurostar hat seine Passagiere aufgefordert, Reisen zwischen London und Paris zu verschieben. Und laut Sky News hat auch die Deutsche Bahn ihre Kunden gewarnt.
Die Pariser Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung eingeleitet und angekündigt, dass die Angreifer für 20 Jahre ins Gefängnis gehen könnten.