Die DB InfraGO AG hat die Verhandlungen mit den Eisenbahnverkehrsunternehmen, den Industrieverbänden und den Bundesländern über einen überarbeiteten Zeitplan für die Sanierung der wichtigsten Eisenbahnkorridore in Deutschland abgeschlossen. Der umfassende Sanierungsplan, die so genannte Generalsanierung, wird nun auf der Grundlage der Kapazitäten der Industrie und der Rückmeldungen über die Machbarkeit der Umverlegung angepasst. Der Plan umfasst rund 4.000 Kilometer stark befahrener Strecken.
Bestätigte Korridore für 2026 und 2027
Die Planungen für die Jahre 2026 und 2027 verlaufen aufgrund der fortgeschrittenen Bau- und Planungsphasen weiterhin planmäßig. Für das Jahr 2026 sind die folgenden Strecken für eine vollständige Renovierung vorgesehen:
- Hagen-Wuppertal-Köln
- Nuremberg–Regensburg
- Obertraubling–Passau
- Troisdorf–Wiesbaden
Im Jahr 2027 werden die folgenden Bereiche im Mittelpunkt der Modernisierungsbemühungen stehen:
- Rosenheim–Salzburg
- Lehrte–Berlin
- Bremerhaven–Bremen
- Fulda-Hanau
Umgekehrt wurden die Aufwertungen für Lübeck-Hamburg und Frankfurt-Heidelberg auf die Folgejahre verschoben.
Neuer Zeitplan ab 2028
- Köln-Mainz
- Munich–Rosenheim
- Hagen–Unna–Hamm
- Lübeck–Hamburg
Nächste Schritte und formelle Benachrichtigung
Der Zeitplan 2026-2027 und der aktualisierte Plan für die Zeit nach 2027 werden in den kommenden Wochen mit dem Bundesverkehrsministerium abgestimmt. Den Betreibern wird empfohlen, bis Mitte August eine förmliche Mitteilung über die Arbeiten für 2028 und die Kapazitätsbeschränkungen für 2029 zu erwarten.
Bei der Generalsanierung werden alle wesentlichen Arbeiten - einschließlich Gleis-, Signal- und Bahnhofsausbau - in konzentrierten Blöcken zusammengefasst. Diese Strategie zielt darauf ab, langfristige Störungen im Vergleich zu stückweisen Bauarbeiten unter laufendem Bahnverkehr zu reduzieren.
Das nächste Großprojekt soll am 1. August 2025 mit dem Beginn der Erneuerung der Strecke Hamburg-Berlin starten.