ÖBB-Güterverkehrszentrum Wien: Kapazität soll bis 2027 um 44% steigen

ÖBB-Güterverkehrszentrum Wien: Kapazität soll bis 2027 um 44% steigen
© ÖBB / gcvision.at
Seit Ende 2016 ist das multifunktionale Güterverkehrszentrum in der Nähe von Wien der "Hauptbahnhof" für den Güterverkehr mit dem Wechsel von Straßen- und Schieneneinheiten.
Drehscheibe für den europäischen Güterverkehr

Das zwischen 2013 und 2016 errichtete Güterverkehrszentrum befindet sich im Süden Wiens, am Schnittpunkt der Pottendorfer Linie und der S1 Wiener Außenring Schnellstraße. Seine optimale Lage macht den Umstieg von der Straße auf die Schiene in der Ostregion besonders attraktiv, denn es liegt an der Schnellstraße S1 und der Südbahnstrecke sowie an drei transeuropäischen Bahnachsen. Dies ermöglicht einen einfachen Zugang zu wichtigen europäischen Wirtschaftszentren.

Zusätzliche Gleise und Weichenverbindungen für vereinfachte Prozesse und erhöhte Kapazität

Aufgrund der steigenden Nachfrage und der hohen Auslastung haben die ÖBB angekündigt, dass die Bauarbeiten für die letzte Ausbaustufe, die "Phase 2", Anfang September 2025 beginnen werden. Damit wird die Kapazität des Terminals bis Ende 2026 von 380.000 auf 547.000 TEU (Twenty-foot Equivalent Units) erhöht - eine Steigerung von 44%.

Zusätzliche Gleise und Weichenverbindungen werden den Güterumschlag vereinfachen und mehr Kapazität schaffen. Den Kunden werden dann insgesamt acht 700 Meter lange Ladegleise zur Verfügung stehen. Ein anschließendes automatisiertes Portalkransystem wird die Leistung weiter verbessern. Auch die beiden bestehenden Portalkräne werden nachgerüstet, um in Zukunft einen automatisierten Betrieb zu ermöglichen.

TSA-Terminals

Der Terminal Wien Süd ist einer von sieben Güterterminals, die die Terminal Service Austria (TSA) im Auftrag der ÖBB-Infrastruktur in Österreich betreibt. Das Kerngeschäft am Terminal Wien Süd ist der Umschlag von Containern, Wechselbehältern und Sattelaufliegern im unbegleiteten kombinierten Verkehr.

© ÖBB/Chris Zenz
© ÖBB/Chris Zenz

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