Große Sicherheitsbohrung im Koralmtunnel abgeschlossen

Große Sicherheitsbohrung im Koralmtunnel abgeschlossen
© ÖBB / Chris Zenz
Mit einer groß angelegten Notfallübung im Koralmtunnel wurde die letzte Phase der Sicherheitsvorbereitungen vor der Eröffnung der neuen österreichischen Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Graz und Klagenfurt im Dezember eingeleitet.

Mit dem Abschluss einer großen Notfallübung am 4. Oktober ist das Projekt Koralmbahn in seine letzte Phase vor der offiziellen Eröffnung eingetreten. Die Übung bildete den Abschluss einer umfangreichen Sicherheitstrainingsphase für Rettungsdienste und Bahnpersonal und stellt sicher, dass das System vollständig für den Fahrgastbetrieb vorbereitet ist, wenn die Koralmbahn am 14. Dezember 2025 eröffnet wird.

Mehr als 150 Angehörige von Feuerwehr, Polizei, Sanitätsdienst und ÖBB-Teams nahmen daran teil, unterstützt von 50 Freiwilligen, die als Fahrgäste fungierten. Das simulierte Szenario sah vor, dass ein Zug sieben Kilometer innerhalb des Tunnels aufgrund eines technischen Defekts zum Stillstand kommt, wobei Rauch und Verletzungen die Evakuierungsbemühungen erschwerten. Alle Teilnehmer wurden unter realistischen Bedingungen erfolgreich evakuiert, unterstützt durch den neuen ÖBB Servicejet - einen hochmodernen Rettungszug, der an beiden Enden des Tunnels stationiert ist. Der Servicejet kann eine doppelte Railjet-Garnitur ziehen, rund 300 Personen evakuieren und führt 40.000 Liter Löschwasser mit Schutzbelüftungsanlagen mit.

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Die Übung ist Teil eines umfassenden Sicherheitskonzepts, in das rund 15 Prozent der Gesamtinvestitionen des Projekts geflossen sind. Zur Sicherheitsinfrastruktur gehören Notausgänge alle 500 Meter, Löschwasserleitungen, Lüftung, Detektoren, Zugangswege für Rettungskräfte und redundante Kommunikationssysteme. Auf halber Strecke wurde außerdem eine dritte Tunnelröhre mit einer Länge von etwa einem Kilometer als unterirdischer Evakuierungs- und Rettungsbereich gebaut.

Ein weiteres Schlüsselelement für die Betriebssicherheit ist das Europäische Zugsicherungssystem (ETCS), das den grenzüberschreitenden Bahnbetrieb durch einheitliche Geschwindigkeits- und Abstandsregelungen ermöglicht. Vor der Einfahrt in den Tunnel werden alle Züge auf technische Probleme wie überhitzte Bremsen überprüft. Der Tunnel ist mit zwei Stromversorgungssystemen und Maßnahmen zur Vermeidung von Stromausfällen ausgestattet, die einen autonomen Betrieb von bis zu sechs Stunden ermöglichen.

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Die Koralmbahn, Teil der neuen Südbahnstrecke Österreichs, ist eines der größten Infrastrukturprojekte Europas. Ihr Herzstück, der 33 Kilometer lange Koralmtunnel, wird die Fahrzeit zwischen Graz und Klagenfurt auf nur 41 Minuten verkürzen, wenn der Betrieb im Dezember 2025 aufgenommen wird.

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