Sabotagealarm auf Polens Ost-West-Eisenbahnstrecke

Sabotagealarm auf Polens Ost-West-Eisenbahnstrecke
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Die polnischen Sicherheitsdienste nahmen einen moldauischen Staatsbürger nach einem Handbremsvorfall in einem Güterzug zwischen Stettin und Dorohusk fest, während die Sabotagebekämpfung im Schienennetz verstärkt wurde.

Die polnischen Eisenbahnsicherheitsdienste griffen am 16. Februar 2026 ein, nachdem ein 25-jähriger moldawischer Staatsbürger die Handbremse in einem Kesselwagen eines Güterzugs betätigt hatte, der auf der strategisch wichtigen Strecke Stettin–Dorohusk unterwegs war. Der Vorfall ereignete sich am Bahnhof Puławy im Osten Polens.

Nach Angaben der polnischen Behörden nahmen Beamte, die im Rahmen der landesweiten Sicherheitsoperation „TOR“ im Einsatz waren, den Verdächtigen kurz nach der Alarmierung zwischen zwei Zuggarnituren fest. Bei der Festnahme fanden die Beamten Berichten zufolge eine Tasche mit mehreren Mobiltelefonen, elektronischen Geräten, SIM-Karten, einer Powerbank und Dokumenten in russischer Sprache.

Der Fall wurde umgehend der Staatsanwaltschaft, dem Militärischen Abschirmdienst (SKW), dem Amt für Innere Sicherheit (ABW) und dem Zentralen Ermittlungsbüro (CBŚP) gemeldet. Polizeibeamte, ein Soldat der Territorialverteidigungskräfte (WOT) und ein Beamter der Bahnpolizei (SOK) waren ebenfalls vor Ort.

Die Strecke Stettin–Dorohusk ist Teil einer wichtigen Ost-West-Güterverkehrsachse, die Westpolen mit der ukrainischen Grenze verbindet. Zwar wurden in diesem Fall keine größeren Schäden an der Infrastruktur gemeldet, doch ereignete sich der Vorfall vor dem Hintergrund einer erhöhten Alarmbereitschaft im gesamten polnischen Schienennetz.

Die Operation TOR wurde am 21. November 2025 vom polnischen Polizeichef ins Leben gerufen, um Sabotageakten und Ablenkungsmanövern gegen die Eisenbahninfrastruktur entgegenzuwirken. Im Rahmen dieser Operation arbeitet die Polizei bei Überwachungs- und Präventionsmaßnahmen eng mit der SOK und den polnischen Streitkräften zusammen.

Parallel dazu leitete das Verteidigungsministerium die Operation „Horyzont“ ein, bei der bis zu 10.000 Soldaten eingesetzt wurden, um wichtige Eisenbahnstrecken und Verkehrsknotenpunkte im ganzen Land zu überwachen. Die Maßnahmen wurden nach einem bestätigten Sabotageakt Mitte November 2025 auf der Eisenbahnstrecke Nr. 7 in der Region Mazowieckie eingeführt.

In diesem früheren Fall sollen zwei ukrainische Staatsangehörige, die angeblich im Auftrag des russischen Geheimdienstes handelten, in der Nähe von Życzyn und Mika einen Sprengsatz gezündet und dabei eine Eisenbahnschiene beschädigt haben. Die Staatsanwaltschaft stufte den Vorfall als Terroranschlag ein. Die Verdächtigen sollen nach Weißrussland geflohen sein, woraufhin Polen die Alarmstufe für sein Eisenbahnnetz auf CHARLIE erhöhte.

Die Behörden haben noch nicht bekannt gegeben, ob der Vorfall in Puławy mit weiteren Sabotageaktivitäten in Verbindung steht. Die Ermittlungen dauern noch an.

Quelle: sektorkolejowy.pl


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