Die CAF hat am 3. März 2026 nach einer feierlichen Grundsteinlegung auf dem Baugelände mit dem Bau eines neuen Eisenbahn-Depots in Neubeckum begonnen. In der Anlage werden batteriebetriebene Triebzüge für die westfälischen Linien RB 68 (künftig S 8, Münster–Sendenhorst) und RB 76 (Harsewinkel–Gütersloh–Verl) gewartet, die im Rahmen des Nordwestfälischen Netzes wieder in Betrieb genommen werden.
Die CAF erhielt im Juli 2025 die Baugenehmigung vom Landratsamt Münster, womit das Genehmigungsverfahren abgeschlossen war und die Vorbereitungsarbeiten beginnen konnten.
Das Depot wird auf einem 13.000 m² großen, für den Schienenverkehr vorgesehenen Gelände errichtet, das 2024 von der Westfälischen Landesbahn (WLE) erworben wurde. Geplant sind eine zweigleisige Werkstatthalle mit einem Wartungsgleis und einem Messgleis, eine Außenwaschanlage für Triebzüge, Abstellflächen sowie Verwaltungs- und Sozialräume.
Eine elektrifizierte Streckenführung bietet Abstellplätze unter Oberleitungen, sodass batteriebetriebene Triebzüge aufgeladen und zwischen Betriebs- und Wartungspersonal übergeben werden können. Der Standort ist über die Infrastruktur der WLE auf den Strecken Hamm–Minden und Münster–Warstein mit dem DB-Bahnhof Beckum-Neubeckum verbunden.
Das Depot in Neubeckum soll die neue Wartungsanlage von CAF in Gelsenkirchen-Bismarck ergänzen. Der Verkehrsverbund Westfalen-Lippe (NWL) plant den Einsatz der von CAF gebauten BEMUs auf den wieder in Betrieb genommenen Strecken Münster–Sendenhorst und Harsewinkel–Verl, für die im Februar 2026 die Baugenehmigung erteilt wurde.