Die europäische Allianz corREDores.eu hat am 24. März 2026 im Europäischen Parlament für die Aufnahme des Eisenbahnprojekts „Central Pyrenees Crossing“ in den nächsten langfristigen Verkehrsfinanzierungsrahmen der EU plädiert.
Im Mittelpunkt des Vorschlags steht eine dritte grenzüberschreitende Eisenbahnverbindung zwischen Spanien und Frankreich durch die zentralen Pyrenäen über einen Flachstreckentunnel. Der Schienenverkehr zwischen der Iberischen Halbinsel und dem übrigen Europa stützt sich derzeit auf die Atlantik- und Mittelmeerrouten, wobei es keinen alternativen Korridor für den Fall von Betriebsstörungen gibt.
Das Projekt würde die Achse Algeciras oder Sines – Madrid – Zaragoza – Toulouse vervollständigen und eine direkte Verbindung nach Mittel- und Nordeuropa schaffen. Nach Angaben der Allianz würde dies die Güterverkehrskapazität erhöhen, die Verlagerung des Verkehrs von der Straße auf die Schiene fördern und die Widerstandsfähigkeit des Netzes stärken.
Die Gruppe fordert keinen sofortigen Baubeginn. Stattdessen plädiert sie dafür, das Projekt als förderfähig für von der EU kofinanzierte Studien einzustufen, darunter technische Analysen, Trassenplanung und Machbarkeitsstudien, ohne in dieser Phase bereits Mittel für den Bau bereitzustellen.
Im Vorfeld der parlamentarischen Anhörung trafen sich Vertreter von corREDores.eu in Brüssel mit mehreren Mitgliedern des Europäischen Parlaments, um die grenzüberschreitende und strategische Bedeutung des Projekts zu erläutern.