Der erste Teil des Fehmarnbelt-Tunnels soll versenkt werden

Der erste Teil des Fehmarnbelt-Tunnels soll versenkt werden
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Der erste Teil des Fehmarnbelt-Tunnels soll versenkt werden

Das 217 Meter lange Betonelement verließ am 4. Mai 2026 den Arbeitshafen der Tunnelbaufabrik und machte sich auf den Weg zum Offshore-Graben, wo die Installation beginnen soll.

Das 73.500 Tonnen schwere Bauteil wurde vor der Abfahrt mit weiteren 4.500 Tonnen Ballastbeton versehen, um sicherzustellen, dass es kontrolliert auf den Meeresboden abgesenkt werden kann. Das Bauteil wird von fünf Schleppern über eine Strecke von etwas mehr als zwei Kilometern gezogen, unterstützt von einem eigens für diesen Zweck gebauten Absenkschiff.

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Jedes Element enthält vier Verkehrstunnel und einen Versorgungskorridor. Zwei Tunnel sind für eine zweispurige Autobahn ausgelegt, während zwei weitere elektrifizierte Eisenbahnschienen aufnehmen. Das Element bleibt während des Transports versiegelt und mit Luft gefüllt. Da die Straßentunnel schwerer sind als die Eisenbahntunnel, wurden im äußeren Eisenbahntunnel temporäre Wasserkammern installiert, um während des Eintauchens das horizontale Gleichgewicht aufrechtzuerhalten.

Der Tunnel wird in einen vorab ausgebaggerten Graben zwischen Rødbyhavn und Puttgarden eingelassen. Entlang der Trasse wurde eine Kiesbettung angelegt, um eine präzise Positionierung zu gewährleisten, wobei die Einbautoleranzen im Millimeterbereich liegen. Nachdem das Element mit dem Tunnelportal verbunden wurde, werden an seinen Seiten Steine und Kies aufgeschüttet, um es im Graben zu verankern.

Das Fehmarnbelt-Projekt umfasst 89 vorgefertigte Betonelemente sowie die dazugehörigen Erdarbeiten in Dänemark und Deutschland. Nach Fertigstellung wird der Unterwassertunnel eine Autobahn mit zwei Fahrspuren in jeder Richtung sowie zwei elektrifizierte Eisenbahnstrecken beherbergen. Die geplante Überfahrtszeit beträgt 10 Minuten auf der Straße und sieben Minuten auf der Schiene. Das Projekt wird durch die Nutzer finanziert und von der Europäischen Kommission unterstützt.


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