Am 23. Juli 2024 wurde zwischen HŽ-PP und Končar eine Vereinbarung über den Kauf von sechs Elektro- und Dieselzügen (DEMUs) zur Verbesserung der Verbindungen zwischen Split und Zagreb unterzeichnet. Dieses Projekt im Wert von 57,3 Mio. EUR, das durch ein Darlehen der Europäischen Investitionsbank (EIB) finanziert wird, ist Teil der umfassenderen Initiative "Revitalisierung des Eisenbahnsystems der Republik Kroatien". Der Darlehensvertrag mit der EIB wurde im Februar 2024 geschlossen und umfasst auch den Bau des technisch-logistischen Zentrums in Zagreb sowie die Renovierung und den Bau von lokalen und regionalen Eisenbahnlinien, Bahnhöfen und Haltestellen.
Die neuen Züge werden die Häufigkeit und Qualität der Verbindungen zwischen Split und Zagreb verbessern und so die lokale und regionale Anbindung und die Mobilität der Bürgerinnen und Bürger erhöhen. Diese Züge werden die Neigetechnikzüge ersetzen, die seit 2004 auf dieser Strecke verkehren. Der erste Zug soll innerhalb von zwei Jahren in Betrieb genommen werden. Die weiteren Züge werden bis Ende 2026 monatlich in Betrieb genommen, so dass die Flotte auf dieser Strecke vollständig erneuert wird.
Die 429 km lange Bahnstrecke zwischen Zagreb und Split ist bis Oštarije elektrifiziert, danach ist sie nicht mehr elektrifiziert. Die neuen Züge werden sowohl mit elektrischer als auch mit Dieselkraft betrieben und sind für die anspruchsvollen bergigen Abschnitte der Strecke ausgelegt. Sie werden eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h erreichen und ermöglichen die Kopplung mehrerer Züge zur Erhöhung der Kapazität.
An der Produktion dieser Hightech-Züge sind zahlreiche kroatische Unternehmen beteiligt, darunter auch solche aus der Region Dalmatien. Derzeit sind 61 neue Züge in Betrieb, von denen 33 in den letzten Jahren hinzugekommen sind. Bis zum Ende des nächsten Jahres wird die Gesamtzahl der neuen Züge 70 erreichen, also mehr als die Hälfte der gesamten Flotte.
Split, die zweitgrößte Stadt Kroatiens und ein wichtiges touristisches Zentrum, ist in hohem Maße auf effiziente Bahnverbindungen nach Zagreb angewiesen. Das Projekt zielt darauf ab, die Fahrgastzahlen zu erhöhen, die Energieeffizienz des Verkehrssystems zu verbessern und gleichzeitig die Lärm- und Treibhausgasemissionen zu verringern.
Die neuen Züge verfügen über Niederflurkonfigurationen mit drei Türen auf jeder Seite, Rampen für den Zugang von Rollstuhlfahrern, Fahrradstellplätze und Toiletten, von denen eine für Rollstuhlfahrer zugänglich ist. Die Fahrgastbereiche werden videoüberwacht und mit Monitoren ausgestattet sein, die Videoinhalte, visuelle und akustische Bahnhofsdurchsagen und kostenlosen WLAN-Zugang anzeigen. Moderne Fahrgastinformationssysteme, Steckdosen und Selbstbedienungsautomaten für Speisen und Getränke werden ebenfalls vorhanden sein.
Die Züge werden über 150 Sitzplätze verfügen (12 in der ersten und 138 in der zweiten Klasse).