Österreich verstärkt die Sicherheit in Zügen

Österreich verstärkt die Sicherheit in Zügen
© ÖBB / Lukas Leonte
Die ÖBB und das österreichische Innenministerium haben ihre Partnerschaft im Bereich der Bahnsicherheit erneuert und dabei gemeinsame Patrouillen, gezielte Polizeieinsätze sowie die Schulung des Personals ausgebaut.

Die am Wiener Hauptbahnhof unterzeichnete Vereinbarung erneuert eine seit 2006 bestehende Partnerschaft und erfolgt vor dem Hintergrund anhaltender Besorgnis über Übergriffe auf Bahnmitarbeiter.

Die Zusammenarbeit umfasst gemeinsame Polizeipatrouillen in Zügen, koordinierte Einsätze an Bahnhöfen, einheitliche Kommunikationsabläufe sowie gegenseitige Fortbildungen für Polizeibeamte und Bahnpersonal.

„Eine enge Zusammenarbeit zwischen der Polizei und der ÖBB ist für die Sicherheit der Fahrgäste und der Bahnmitarbeiter von entscheidender Bedeutung“, sagte der österreichische Innenminister Gerhard Karner. „Die neue Partnerschaft soll Straftaten vorbeugen und, falls erforderlich, eine schnelle und koordinierte Reaktion gewährleisten.“

Die ÖBB erklärte, dass Prävention und die frühzeitige Erkennung von Risiken weiterhin im Mittelpunkt ihres Sicherheitskonzepts stehen würden, ebenso wie ein schnelleres Eingreifen der Polizei bei schwerwiegenden Vorfällen.

„Wir legen den Schwerpunkt auf konsequente Prävention, frühzeitige Risikoerkennung und den bestmöglichen Schutz für Mitarbeiter und Fahrgäste“, sagte Andreas Matthä, Vorstandsvorsitzender der ÖBB.

Der Bahnkonzern teilte mit, dass die Zahl der Übergriffe auf Mitarbeiter in Österreich und anderen europäischen Ländern auf einem konstant hohen Niveau geblieben sei. Zu den aktuellen Maßnahmen zählen ein Zehn-Punkte-Sicherheitsplan, Schulungen zu Deeskalation und Kommunikation sowie der verstärkte Einsatz von Bodycams.

Der Vorsitzende des ÖBB-Betriebsrats, Roman Hebenstreit, erklärte, eine verstärkte Polizeipräsenz müsse mit ausreichend Bahnpersonal in den Zügen und an den Bahnhöfen einhergehen.

„Mehr Polizeibeamte in Zügen und an Bahnhöfen sind ein wichtiger Schritt zum Schutz von Fahrgästen und Mitarbeitern“, sagte er. „Umfassende Sicherheit lässt sich nur gemeinsam mit zusätzlichem Personal an Bord und an den Bahnhöfen erreichen.“

© ÖBB / Lukas Leonte
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