České dráhy hat die ersten kompletten neunstöckigen ComfortJet-Züge im Testbetrieb mit Fahrgästen eingesetzt. Der Einsatz folgt auf weitere Lieferungen des Konsortiums aus Siemens Mobility und der Škoda-Gruppe und geht dem weiteren Roll-out auf internationalen Strecken voraus.
Die ersten beiden neunstöckigen ComfortJets werden derzeit in InterCity-Zügen zwischen Prag und Bohumín eingesetzt. Zu diesen Einheiten gehören ein Steuerwagen für die erste Klasse und ein neu eingeführter Restaurantwagen.
Weitere Einheiten werden zu einem vollständigen Neun-Wagen-Layout umgestaltet. Die Dienstleistungen an Bord umfassen bereits alle Annehmlichkeiten für die Fahrgäste, wie z. B. die Verpflegung im Speisewagen. In der Testphase ähnelt das Angebot dem des Cateringunternehmens JLV auf den tschechischen railjet-Diensten.
České dráhy hat insgesamt 20 nicht angetriebene ComfortJet-Züge bestellt. Jede Einheit besteht aus neun Wagen, ist insgesamt etwa 237 Meter lang und bietet 555 Sitzplätze - davon 99 in der ersten Klasse und 18 im Restaurantbereich. Die Züge sind für eine maximale Betriebsgeschwindigkeit von 230 km/h ausgelegt und werden von Siemens Vectron-Lokomotiven gezogen.
Später im Jahr 2025 sollen weitere Neun-Wagen-Garnituren den Regelbetrieb auf internationalen Strecken von Prag nach Berlin, Budapest und Graz aufnehmen. Der Inlandsbetrieb wird auf Strecken wie Prag-Ústí nad Labem-Deutschland und Prag-Pardubice-Brünn mit Verbindungen nach Österreich, der Slowakei und Ungarn erwartet.
Die gesamte Flotte soll in den kommenden Monaten in den regulären Fahrplan integriert werden, wobei die Testbetriebsphase dazu dient, die Funktionalität der Züge unter Betriebsbedingungen zu überprüfen.