Erster Coradia Max für Niedersachsen absolviert nach monatelanger Verzögerung Hochgeschwindigkeits-Testlauf

Erster Coradia Max für Niedersachsen absolviert nach monatelanger Verzögerung Hochgeschwindigkeits-Testlauf
© Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen
Die Erprobung ist ein Meilenstein bei der lange aufgeschobenen Auslieferung von 34 neuen Triebzügen für das Expressnetz Bremen-Niedersachsen (EBN).

Nach einer Reihe von Verzögerungen, die sich über fast zwei Jahre erstreckten, hat der erste Zug der neuen Doppelstockflotte Coradia Max, die von der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG ) bestellt wurde, seine erste Hochgeschwindigkeits-Testfahrt in Niedersachsen absolviert.

Von der LNVG veröffentlichte Fotos zeigen die Einheit bei Testfahrten in der Nähe von Wolfsburg und Braunschweig. Der intern als "DOSTO II" bezeichnete Zug ist Teil eines Auftrags im Wert von 760 Millionen Euro, der 2021 an Alstom vergeben wurde. Ursprünglich sollte der Auftrag im Dezember 2024 in Betrieb genommen werden, aber revidierte Prognosen gehen nun davon aus, dass die ersten 20 Züge ab März 2026 geliefert werden.

Bis die neue Flotte einsatzbereit ist, werden die Regionalexpresslinien RE1, RE8 und RE9 mit einem befristeten Ersatzkonzept betrieben. Auf diesen Linien werden weiterhin ältere Doppelstockzüge und ET 442-Triebwagen eingesetzt, die einen geringeren Komfort, weniger Sitzplätze und eine eingeschränkte Barrierefreiheit aufweisen. Mehrere Züge auf den Linien RE8 und RE9 verkehren jetzt ohne WLAN, und der barrierefreie Einstieg ist nur über manuell bediente Rampen möglich.

© LNVG
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Die neuen Züge sollen einen flexiblen Betrieb ermöglichen, einschließlich Zugteilung in Oldenburg, wo die Züge nach Norddeich Mole und Wilhelmshaven verkehren werden, sobald die gesamte Flotte verfügbar ist. Die Coradia-Max-Züge werden außerdem über ebenerdige Einstiege, modulare Fahrradstellplätze, Sitzplatzreservierungssysteme und Echtzeit-Belegungsdaten verfügen, die über eine Fahrgast-App zugänglich sind.

Der jüngste Testlauf signalisiert einen Fortschritt für das verzögerte Projekt, auch wenn der volle Fahrgastbetrieb noch mehr als ein Jahr entfernt ist. Alstom ist für die Lieferung aller Einheiten und deren Wartung in einer neu errichteten Anlage in Bremen verantwortlich.


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