Mit der Eröffnung der Koralmbahn zum Fahrplanwechsel im Dezember wurde eine neue, schnellere Railjet Xpress (RJX)-Verbindung zwischen Wien und Triest eingerichtet, die die Zugänglichkeit zwischen Österreich und Norditalien verbessert. Die neue Strecke führt über Graz, Klagenfurt, Villach, Udine und Grado und bietet eine direkte Verbindung zwischen der österreichischen Hauptstadt und der Adriaküste.
Die Reisezeiten wurden erheblich verkürzt. Für die Strecke Wien-Triest sind jetzt 6 Stunden und 38 Minuten vorgesehen, vorher waren es 9 Stunden und 18 Minuten. Die Reisezeit Wien-Venedig wurde ebenfalls verkürzt, von 7 Stunden 40 Minuten auf 7 Stunden 10 Minuten. Die erste RJX-Verbindung wurde in Triest nach der Eröffnung offiziell begrüßt.
Auf dem Korridor verkehren täglich zwei Railjet Xpress-Züge. Die Züge verlassen Wien Hauptbahnhof um 06:53 Uhr und erreichen Triest um 13:31 Uhr, während die Rückfahrt von Triest am frühen Nachmittag erfolgt und um 21:07 Uhr wieder in Wien ankommt. Die neuen Züge sind Teil des umfassenden Ausbaus des Personenfernverkehrs auf der Südachse durch die ÖBB.
Neben der Verbindung Wien-Triest führt der neue Fahrplan zu einer deutlichen Kapazitätserhöhung auf Österreichs Südkorridor. Die Züge zwischen Wien und Graz verkehren nun im 30-Minuten-Takt und bieten damit 33 statt 18 Verbindungen pro Tag. Die Verbindungen zwischen Graz und Klagenfurt steigen auf 29 pro Tag und ersetzen die bisherigen Busverbindungen, während die Frequenz zwischen Wien und Klagenfurt auf 26 Züge pro Tag steigt.
Die Koralmbahn soll eine zentrale Rolle bei der Stärkung des grenzüberschreitenden Schienenpersonenverkehrs zwischen Österreich, Italien und Slowenien spielen, indem sie die Fahrzeiten und die Zuverlässigkeit verbessert und die Schiene als wettbewerbsfähige Alternative zum Luft- und Straßenverkehr auf Nord-Süd-Strecken stärkt.