Die Pünktlichkeit der Fernzüge der Deutschen Bahn lag laut einem Bericht der „Bild“ an einigen Tagen im Juni unter 50 %.
Die „Bild“ führte die Verschlechterung auf Beeinträchtigungen durch Infrastrukturarbeiten und Verzögerungen bei den Bauprogrammen zurück, die von DB InfraGO verwaltet werden. Die Tochtergesellschaft ist für das Schienennetz der DB, die Infrastruktur, die Traktionsstromversorgung und die Signalanlagen zuständig.
Dem Bericht zufolge sind Verzögerungen auf mehreren wichtigen Strecken zu verzeichnen, darunter Berlin–Hamburg, Berlin–Hannover, Hannover–Hamburg, Köln–Koblenz, München–Rosenheim und Würzburg–Ansbach. Diese Bauarbeiten sind Teil des umfassenden Korridorsanierungsprogramms der DB für Hauptstrecken.
Die „Bild“ brachte die Betriebslage zudem mit einem Ausfall der Funkverbindung in Verbindung, der den Personen- und Güterverkehr beeinträchtigte. Dem Bericht zufolge hatte Philipp Nagl, Geschäftsführer von DB InfraGO, sich öffentlich zu dem Ausfall geäußert.
In dem Artikel wurde Stephan Stracke, stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion und verkehrspolitischer Sprecher, mit den Worten zitiert, die DB müsse die Probleme in den Griff bekommen und das System widerstandsfähiger machen.
Die DB führt umfangreiche Infrastrukturerneuerungen durch und hält dabei den Personen- und Güterverkehr auf einem stark ausgelasteten Streckennetz aufrecht. Dem Bericht der „Bild“ zufolge wirken sich Verzögerungen bei Projekten auf Hauptstrecken auch auf geplante Arbeiten auf Nebenstrecken aus, die von Regional- und Nahverkehrszügen befahren werden.