Stadler baut Wasserstoff-Züge für Sizilien

Stadler baut Wasserstoff-Züge für Sizilien
© Stadler
Stadler hat mit Ferrovia Circumetnea (FCE) den ersten Vertrag über die Lieferung von zwei wasserstoffbetriebenen Schmalspurzügen für Sizilien unterzeichnet und damit einen weiteren Schritt zur Dekarbonisierung des italienischen Regionalbahnnetzes gemacht.

Stadler stärkt seine Präsenz in Italien mit einem neuen Auftrag zur Entwicklung und Lieferung von zwei wasserstoffbetriebenen Schmalspurzügen für Ferrovia Circumetnea (FCE). Die Züge werden durch die vulkanischen Landschaften des Ätna fahren und dabei Spitzentechnologie mit Nachhaltigkeit verbinden.

"Es ist uns eine grosse Freude, dieses Projekt zu realisieren und die ersten beiden wasserstoffbetriebenen Schmalspurzüge für Sizilien zu bauen", sagt Maurizio Oberti, Sales & Marketing Director von Stadlerin Italien. "Die von FCE bestellten Züge werden zur Dekarbonisierung des italienischen Schienenverkehrs in einer neuen Region beitragen."

Der Vertrag wurde während der EXPO Ferroviaria in Mailand unterzeichnet und folgt auf eine öffentliche Ausschreibung von FCE. Er beinhaltet eine Option für bis zu 13 weitere Züge desselben Typs sowie fünf Jahre lang umfassenden Service und Ersatzteilversorgung für die ersten beiden Fahrzeuge.

Technische Innovation aus der Schweiz

Die Züge werden am Hauptsitz von Stadler in Bussnang, Schweiz, entworfen und gebaut. Jeder Zug besteht aus zwei Personenwagen und einem zentralen "Power Pack", in dem die Brennstoffzellen und Wasserstofftanks untergebracht sind.

Mit einer Achslast von unter 11 Tonnen können sie auf dem gesamten FCE-Schmalspurnetz eingesetzt werden.

Besonderes Augenmerk wurde auf die Traktionsleistung gelegt, die für die steilen Steigungen der Circumetnea-Strecke unerlässlich ist. Statische Umrichter und Traktionsbatterien, die oberhalb der Triebdrehgestelle angeordnet sind, sorgen für optimale Haftung und Leistungsabgabe unter allen Bedingungen.

Laufen durch den Naturpark Ätna

Die neuen Wasserstoffzüge sind für die Strecke Paternò-Randazzo bestimmt, die durch den malerischen Naturpark Ätna führt. Ihre geringen Emissionen und ihr leiser Betrieb werden sowohl den Umweltschutz als auch den nachhaltigen Tourismus in der Region unterstützen.

Wasserstoffausbau in Italien

Mit dem Auftrag aus Sizilien erhöht sich die Gesamtzahl der wasserstoffbetriebenen Schmalspurzüge, die Stadler für Italien baut, auf 19. Zuvor hatte Stadler bereits Aufträge für ARST in Sardinien (8 Züge) und FdC in Kalabrien (9 Züge) erhalten.

Diese Fahrzeuge sind die weltweit ersten massgeschneiderten Wasserstoffzüge für Schmalspurnetze, die Italiens Führungsrolle bei der Innovation im Bereich umweltfreundlicher Eisenbahnen und die Position von Stadler an der Spitze der Wasserstoffmobilität untermauern.


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