Der Zug transportierte Lebensmittel der schwedischen Einzelhandelskette Coop.
Bislang sind auf den meisten Strecken in Schweden nur Züge mit einer maximalen Länge von 630 Metern zugelassen. "Eine Erweiterung auf 838 Meter würde die Transportkapazitäten deutlich erhöhen und damit den Schienengüterverkehr noch effizienter und attraktiver für Verlader machen", sagt Lars Winther Sørensen, Geschäftsführer der TX Logistik AB in Schweden. Dies wiederum ist eine wesentliche Voraussetzung, um mehr Güter von der Straße auf die Schiene zu verlagern. Selbst bei Gütern, die bisher fast ausschließlich auf der Straße transportiert wurden, hält Lars Winther Sørensen eine stärkere Nutzung der Schiene für möglich.
Auch der Einsatz längerer Züge ist ein wichtiger Impuls für einen klimafreundlichen Schienenverkehr. Vor allem die Kombination aus hoher Ladekapazität pro Zug und hoher Geschwindigkeit sorgt für ein hochproduktives Transportsystem. Der Testzug beförderte 48 Sattelauflieger und fuhr mit einer Geschwindigkeit von bis zu 120 Kilometern pro Stunde. Damit war er schneller als Züge bei vergleichbaren Testfahrten in anderen Ländern. Er wurde von einer vierachsigen Lokomotive gezogen, die normalerweise im Schienengüterverkehr eingesetzt wird.
Coop transportiert in Schweden seit 2009 Lebensmittel und andere Waren auf der Schiene. Seit 2012 betreibt TX Logistik die Einzelhandelskette zwischen Bro, 30 Kilometer nordwestlich von Stockholm, und Malmö. Noch vor zwei Jahren verdoppelte sich die Zahl der Hin- und Rückfahrten von zehn auf 20. "Heute werden 30 Prozent unserer Transporte auf der Schiene abgewickelt", erklärt Peter Rosendahl, Transportleiter bei Coop Logistik. Die Handelskette möchte ihren Anteil weiter ausbauen. "Deshalb haben wir uns an diesem zukunftsweisenden Projekt beteiligt und hoffen, unsere Züge bald ausbauen zu können", so der Coop-Transportleiter weiter.